Jade Bird - Love Has All Been Done Before

Jade Bird – Rasierklingen scharfer Rocksound

Jade Bird ist mit ihren 21 Jahren, als Britin, durchaus schon viel rumgekommen. Hatte sie doch mit ihrem Vater, der beim Militär arbeitete, immer wieder Umzüge erlebt. Mal nach Deutschland, mal in die USA und dann wieder zurück nach England. So begann sie diese Einflüsse zu verarbeiten und schrieb an ihren ersten Songtexten. Mit 12 Gitarre gelernt, studierte sie mit 16 darstellende Künste an der BRIT School in Croydon. Nach einem fulminanten Einstand mit ihrer 2017 veröffentlichten EP Something American und ihrem kleinen Hit Lottery steht sie nun kurz davor, ihren großen Durchbruch zu feiern. Bereits von der VOGUE und dem Rolling Stone als eine der Künstlerinnen betitelt, auf die es ein Auge zu haben gilt, hat Bird mit ihrer aktuellen Single Love Has All Been Done Before ein wahres Brett abgeliefert. Mit Einflüssen aus Rock & Roll, Indie, Blues und Country klingt Love Has All Been Done Before nach einer frischen Courtney Love und zählt als Einflüsse von Avril Lavigne über Bruce Springsteen auch Dolly Parton zu ihrer bisherigen Singer/Songwriter-Laufbahn. Nun steht mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum Jade Bird die Veröffentlichung für kommenden Freitag kurz bevor und zeigt bereits die Schlagzahl der Interviews und Berichte, dass dieses Album wohl sehr weit oben in den britischen Charts einsteigen wird. Das alles wäre mehr als gerechtfertigt – gab es doch so eine Rockröhre, wie Jade Bird es ist, seit mindestens 15 Jahren nicht mehr im Mainstream zu hören.

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Someone – Namenswechsel und musikalische Neuausrichtung

Someone – The Deep

Sie hat den Rundumschlag gewagt. Tessa Rose Jackson aus den Niederlanden hatte 2012 für einen Überraschungshit gesorgt. Wurden ihre Songs Change Time (2012) und Now I See (2013) für internationale Werbespots verwendet, hatte Jackson vorher bereits in London die renommierte The London School for Performing Arts & Technology besucht – auf der auch Adele, Kate Nash, Katie Melua oder Imogen Heap studierten. Zurück in Amsterdam veröffentlichte sie erste Songs und traf damit schließlich genau ins Schwarze. Das war zwischen 2012 – 2014. Dann wurde es still um Jackson. Bis ihre Facebookseite Mitte Mai 2017 schließlich einen Neuanfang verkündete. Mit den Worte …Die Welt hat sich verändert. Ich habe mich verändert. Ihr habt euch vielleicht auch verändert. Meine Musik hat sich verändert und dadurch auch mein Name. Dass die Namensgebung mutig ist, zeigt ein klick auf Google – findet man unter ihrem neuen Namen Someone so ziemlich alles, nur keine Musik. Fügt man das Wort Musik hinzu, wird Google hier schon konkreter. Doch auch dann bleibt die Trefferquote gering. So bleibt zu hoffen, dass Someones Debütsingle The Deep viele Fans finden und von den Radiostationen in die Playlisten aufgenommen wird. Denn für The Deep wäre es zu schade, einem größeren Publikum verborgen zu bliebe. The Deep erinnert an Bands wie Portishead und beginnt mit dunklen Synthies und einem rauen Schlagzeug, bis schließlich Jacksons Stimme weich und lieblich einsetzt. Dabei hat sich Jackson vom Indie-Pop ihrer früheren Veröffentlichungen losgelöst und zeigt sich fast schon mystisch und introvertiert. The Deep ist ein Traum und passt perfekt zu einer emotionalen Serienszene. Tessa Rose Jackson hat sich neu erfunden und das steht ihr äußerst gut.