Bobby Love feat. Olive B - Why

Bobby Love – Es schmilzt

…denn der kanadische Produzent Bobby Brown hat mit seiner neuesten Veröffentlichung Why einen so starken Deep-House Song veröffentlicht, dass die heißen Tage nochmal so richtig zuschlagen können. Dabei arbeitete der aus Toronto kommende Produzent abermals mit der Singer/Songwriterin Olive B zuammen, mit der er im Frühjahr dieses Jahres bereits New Love veröffentlichte. Brown ist bei seiner Arbeit wichtig, dass der Sound organisch wächst und das, obwohl das bei elektronischer Musik nicht unbedingt leicht ist. Doch auf Why zeigt er uns eindrucksvoll, wie so eine Mischung klingen kann und lässt uns damit regelrecht wegschmelzen. Stand Why bereits auf Platz 1 der Blogerhitliste von Hype Machine, tritt Brown mittlerweile bei Acts wie Klingande, Wankelmut oder Bakermat als Support auf. Um auf den Headliner-Platz zu kommen, fehlt oft nur ein zündender Klick von einem bekannten Blogger, um den großen Durchbruch zu feiern. Bobby Love hat musikalisch zumindest alles für diesen Moment parat.

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Otha - One Of The Girls

Otha – Das dicke Ende kommt noch

Mit Othas Song One Of The Girls hat die norwegische Sängerin und Produzentin im Mai 2018 ein Stück Musik veröffentlicht, welches sich über die vergangenen 13 Monate zu einem stetigen Indiehit gemausert hat. So wurde sie bei BBC weiterlesen

Onejiru - Higher Than High

Onejiru – Funk erlebt Revival

In den letzten Wochen habe ich so einige Acts auf SOML vorgestellt, die mit einer gehörigen Portion Funk den Musikmarkt auffrischen. Sei es Lizzo, Iris Gold, Parcels, Mosey oder SOMA – alle bedienen sich an den Elementen des Funks und erzeugen mit ihren Songs eine neue Generation von Dancemusik. Nun kommt mit Onejiru eine weitere Sängerin hinzu, die eine Art Kommune aus diesen Genre macht und dabei eine Menge anderer, großer, wie kleiner Stars um sich herum versammelt. Mit dem Gitarristen Tony Cook – der einst bei James Brown Drummer war – der Hamburgerin Nneka als DJane, Gitarristin Rhina Love oder Ngone Thiam an den Keyboards, besitzt der neue Song von Onejiru Higher Than High, mehr als nur das Zeug zu einem ganz großen Partyhit zu werden. Mit den Elementen der E-Gitarre, den elektronischen Beats und Onejirus mal hoher, mal tiefer Stimme wird Higher Than High zu einer absoluten Dancefloorbombe, die alle zum Tanzen animiert. Speziell die funkigen Grooves sind es, die Higher Than High so unwiderstehlich werden lassen und die Songtextzeilen Don’t be afraid of pop music, it lifts you higher than high tief in unser Gedächtnis brennen lässt. Onejiru hat mir Higher Than High den Sommer ausgerufen und legt damit die Messlatte zeitloser Songs ordentlich nach oben.

Ofenbach – Der Zweite Streich folgt sogleich

Mit Be Mine hatte das französische Duo Ofenbach so ziemlich genau vor einem Jahr einen absoluten Hit gelandet, der in Europa für einige goldene Schallplatten verantwortlich war. Nun steht die nächste Singleveröffentlichung ins Haus und Ofenbach werden gar noch besser. Denn mit Katchi liefern sie nicht nur einen satten Housetrack ab, sondern verbinden gleichzeitig auch noch Jazz, Soul, Rhythm & Blues mit ihrem Sound. Dabei unterstützt sie der amerikanische Sänger Nick Waterhouse, der mit seiner Rock’n’Roll-Stimme für den extra drive sorgt. Katchi spielt dabei in seinem ganz eigenen Genre und ist der Inbegriff für Partymusik. Schmunzeln dürfen wir bei dem Funfact, dass das Wort Katchi für eine ganz besondere Art des Sexes steht und Ofenbach somit, doppeldeutig fahren können. Zum einen klingt der Sound catchy und zum anderen arbeiten die Franzosen an einer, sehr tanzbaren Art, verrucht zu klingen. Diesen Spagat schafft das Duo derart beeindruckend, dass wir fast schon im Katchi-Fieber die Hände hochreißen und mittanzen. Aber Achtung! Hört den Song nicht zu leise!

Oscar And The Wolf – verträumt mitreissend

Oscar And The Wolf – Breathing

Eine Stimme, die so unverwechselbar ist, dass man sich fragt, wer dahinter steckt. Unter dem Alias Oscar And The Wolf singt der Belgier Max Colombie nämlich betörend intensive Songs. Anfangs noch mit vielen Instrumenten spielend, entwickelte sich Oscar And The Wolf immer weiter und entdeckte die elektronische Musik für sich. Was man 2015 bereits mit der Zusammenarbeit Raving Georges zum Song You’re Mine hören konnte. Mit einem Nummer-1 Debütalbum und vier Top-10 Singles in Belgien gehört Oscar And The Wolf definitiv nicht mehr zu den belgischen Newcomern. Anders sieht dies in Deutschland aus, wo er noch weitestgehend unbekannt ist. Mit dem Song Breathing dürfte sich das nun allerdings ändern. Hört dieser sich doch so unglaublich nach einer Sonnenuntergangsparty an, dass man sich in leichten Stoffen gehüllt an einen Strand in der Karibik denkt. Hier trifft ein treibender Beat mit einem Takt aus klatschenden Sounds auf die einzigartige Stimme Colombies. Leise und völlig unaufgeregt schleicht Breathing sich von den Ohren bis in die Zehen und gibt den Takt an. Breathing transportiert einen so frischen elektronischen Sound, dass wir alle sofort losziehen möchten und diesen Song als Soundtrack auf dem Ohr haben wollen.

Odesza – Mit Video zur zweiten Single Line Of Sight

Odesza – Line Of Sight

Bereits Anfang Mai konntet Ihr hier über die beiden Songs Late Night und Line Of Sight lesen. Nun hat das amerikanische Duo ein Video zu Line Of Sight veröffentlicht und erhält damit nochmal extra Aufmerksamkeit. Line Of Sight ist eine schwere, euphorische Elektronummer, die musikalisch neben Songs wie von The Chainsmokers und Bastille zu stellen ist. Hier übernehmen große Synthies die Führung und ähnelt die Stimme Wynnes die des Frontsängers Dan Smith von Bastille. Mit dem Genre Future Bass, das sich um 2006 in Großbritannien, den USA, Japan und Australien bildete, stehen Odesza in einem Raum mit Künstlern wie The Chainsmokers, Flume und PanamaLine Of Sight hat dabei ein, von Regisseur Daniel Brown geführtes, Musikvideo erhalten, welches an heutige Science-Fiction Filme anknüpft. In einer realistischen Welt, gibt es Roboter, die sich bekämpfen. Dabei greift Brown das Gefühl von Line Of Sight auf und präsentiert Melancholie und Hoffnung, welche durch einen Jungen transportiert werden, der im Dschungel einen Kampfroboter als Freund findet. Es ist die Erzählung eines modernen Dschungelbuches, das Brown hier inszenieren und Odesza mit Wynne und Mansionair liefern dazu den passenden Soundtrack ab.

Odesza – Die Elektrogötter sind zurück!

Odesza – Late Night

Mit Say My Name hatte das amerikanische DJ-Duo Odesza 2014 für einen absoluten Überraschungshit gesorgt. Wurde er doch in der Festivalsaison 2015 und 2016  überall gespielt und kam so bis in die deutschen Pop-Radiostationen. Dabei gelten Odesza bis heute immer noch als Duo fernab des Mainstreams – doch im sogenannten Underground sind sie auch nicht beheimatet – und so beschreibt genau diese Schwebe Odeszas Sound am besten. Scheinen die Songs doch zu schweben und dadurch eine ganz besondere Atmosphäre zu erzeugen. Nun sind sie nach fast zwei Jahren ohne neues, eigenes Material zurück und haben gleich zwei Songs veröffentlicht. Während sich Line Of Sight mit der Stimme von Wynne & Mansionair sehr poppig anhört und viele Youtube-Kommentatoren in Vergleiche zu den Chainsmokers enden lässt, klingt der zweite Song Late Night deutlich mehr nach dieser Schwebe des ersten Albums. Opulente Synthies, lange, schillernde Beats und eine packende Euphorie ab der Mitte lassen Late Night, den Harrison Mills und Clayton Knight in Seattle aufgenommen haben zum absoluten Hit werden und so die beiden als Odesza genau dort weitermachen, wo sie 2014 aufgehört hatten.

Ofenbach – Erobert Frankreich

Ofenbach – Be Mine

Dem gewieften Auge wird auffallen, dass es sich nicht um die deutsche Stadt Offenbach handeln kann, wenn hier von Ofenbach gesprochen wird. Fehlt doch mindestens das zweite f im Namen. Warum sich das, aus Paris kommende Duo so genannt hat, kann man nur vermuten. Oder haben sie sich gar nach dem 154 Einwohner fassenden Ort, mit der selben Schreibweise, in Österreich bennant?! Aber genug der Vermutung, denn was Ofenbach da gerade gezündet haben, dürfte diesen Sommer wohl noch lange nachhallen. Ist ihre erste Single Be Mine gerade bis auf Platz 5 der französischen Singlecharts gestiegen, machen Dorian Lo. & César de Rummel, wie die beiden Jungs hinter Ofenbach heißen, bereits seit gut 10 Jahren zusammen Musik. Hier könnte wohl Gut Ding braucht Weile als Motto gelten. Und so haben Ofenbach mit dem Housetrack Be Mine einen ultimativen Sommersong veröffentlicht, der direkt ins Blut geht und die Beine animiert. Hier kann man sich sicher sein, dass Be Mine auch bald auf den deutschen Radiostationen laufen wird.

On An On – Wenn Indie mit Electro verschmilzt

On An On - Drifting (RAC Remix)

On An On – Drifting (RAC Remix)

On An On haben eine noch gar nicht all zu lange Bandgeschichte vorzuweisen. Gibt es die amerikanische Band doch erst seit 2012. Allerdings könnten sie nicht umtriebiger sein, haben sie seitdem bereits zwei Alben veröffentlicht. Im Frühjahr 2015 veröffentlichten On An On die Leadsingle ‚Drifting‘ ihres zweiten Albums ‚And the Wave Has Two Sides‘. Nun sorgt genau diese Single für Begeisterungsstürme. Denn nicht etwa ihre ruhige, von Gitarren getragene Version schafft es momentan in die Radios, sondern der Remix des portugiesischen DJ’s und Produzenten RAC. Dass RAC kein Unbekannter ist zeigt die Nominierung für den Grammy 2016 als Best Remixed Recording für den Remix des Odesza Songs ‚Say My Name‘
Nun trifft eine emotionale Indieballade auf einen elektronischen Schleier und wirft sich diesen um als würden sie von Anfang an zusammengehören. So wird aus ‚Drifting‘ eine schwelgerische Hymne für den Moment des totalen Genießens. Ist RAC’s übergestülpter Beat deutlich erkennbar, bleibt der Song trotzdem nah am Original und hebt Nate Eiesland’s Stimme sogar noch etwas mehr hervor. ‚Drifting‘ ist ein wunderbarer Begleiter durch den Tag.

Of Monsters and Men – Mit einer Träne durch Island

Of Monsters and Men - Wolves Without Teeth

Of Monsters and Men – Wolves Without Teeth

Die Isländer überraschen immer wieder. Kamen sie 2011 aus dem Nichts und sorgten mit dem Song ‚Little Talks‘ und dem dazugehörigen Album ‚My Head Is An Animal‘ für einen derart großen Hype, dass ihr Debütalbum in 18 Ländern in die Charts einstieg. Es war die Mischung aus der kindlichen Stimme der Frontsängerin Nanna Bryndís Hilmarsdóttir und einem gleichzeitig wegblasend, euphorischen Sound, der für immense Fanzuwächse sorgte.
Mit ihrem zweiten Album ‚Beneath The Skin‘, dass im vergangenen Sommer erschien, wurde zwar die Opulenz nicht weniger doch wurde ihr Sound hier und da zurückhaltender, mitunter gar zerbrechlich und sensibel. Dies zeigt sich auch auf dem nun veröffentlichten Song ‚Wolves Without Teeth‘, der schüchtern aber selbstsicher klingt. Hier hört man Hilmarsdóttir und Ragnar Þórhallsson im Wechsel singen und wird in eine aufbrausende Spirale aus beiden Stimmen immer weiter mit hinein in diese gezogen. So ist ‚Wolves Without Teeth‘ unglaublich berührend, ergreifend und lässt den Hörer in eine Fantasiewelt abdriften. So könnte der Titel des Songs nicht besser gewählt sein um diese beiden Gegensätze – Zurückhaltung und Selbstsicherheit – zu demonstrieren.