Und ein Traum wird wahr – Golden Features

Der Australier Tom Stell ist gerade einmal 24 Jahre, doch kann er bereits heute auf einen interessanten Werdegang zum Produzenten zurückblicken.

In jungen Jahren mit Hip-Hop aufgewachsen, kam mit seiner Volljährigkeit der erste Kontakt zur Dancemusik, durch den Besuch von Clubs und Festivals, zustande. So prasselten musikalische Einflüsse wie Justice, Daft Punk und The Chemical Brothers auf ihn ein und formten seinen Wunsch selbst solche Musik zu machen. Turntables besorgt macht er schnell seine ersten Mixe. 

Doch nach einigen Jahren des Produzierens von EDM-Musik für Großraumclubs merkte er, dass er nur einer von vielen in diesem Bereich war. Der Kreative Teil beim produzieren wurde für ihn immer schwieriger und die Lust schwand zunehmend. So wechselte er seine Musikrichtung zwar nicht komplett, doch hatte er im produzieren von audiovisuellen und ruhigeren Tracks seine Liebe zur Musik zurückgefunden.

Nun ist mit der ‚XXIV EP‘ der Song ‚No One‘ mit der Sängerin Thelma Plum veröffentlicht worden. ‚No One‘ ist dabei ein herausragend und entspannter Track in elektronischem Gewandt, der zum Träumen anregt. Seine ruhige und tiefe Melodie weckt gleichzeitig den Ansporn tanzen zu gehen. Und das ist dann auch die Absicht von Golden Features; steht’s Musik zu produzieren, die sphärisch klingt aber dennoch in Clubs funktioniert. 

http://soundcloud.com/golden-features/no-one-ft-thelma-plum

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DER Sommerhit kommt 2015 von M-22

Manchmal braucht es nichts weiter als einen Buchstaben, einen Bindestrich und zwei Zahlen um sich einen Namen zu machen. M-22 – das sind der Brite Matt James und der Deutsch- Niederänder Frank Sanders. Ist James bereits seit ein paar Jahren für das Label Ministry of Sound tätig, schreibt und produziert er auch Tracks für andere Künstler. Im Rahmen von Ministry of Sound legt er auch in den Clubs zwischen Ibiza und Blackpool auf. James und Sanders lernten sich vor zwei Jahren bei einer Zusammenarbeit in Kanada kennen und beschlossen weiter zusammen Musik zu machen. Zu diesem Zeitpunkt machte Sanders bereits Remixe für deutsche und internationale Künstler wie Frida Golds und Jason DeRulo. Zusammen haben sie sich nun entschieden ihre Musik nicht weiter nur an andere Künstler zu verkaufen, sondern bringen selber einen Song raus. Und so ist gleich der erste Song ein Volltreffer und beschert uns mit etwas Glück den Sommerhit 2015. Erinnert ‚Good To Be Loved‘ an Produktionen von Duke Dumont, Modjo oder Stardust macht sein Deep House Beat Lust auf warme Sommernächte. So ist ‚Good To Be Loved‘ eher ein guter Freund, der mit einem durch die Nacht zieht als der draufgängerische Fremde aus dem anderen Stadtteil. Und das beste daran ist, um so öfter man den Song hört, um so mehr bekommt man Lust auf ihn.

 

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Verrückt und unbändig – Olivia Anna Livki

Bei ihr fließt internationales Blut durch die Adern. Kommt Olivia Anna Livki’s Mutter aus Polen, ist ihr Vater Deutscher. Doch kennengelernt haben sich Livki’s Eltern in Jordanien. Hier kam sie auch zur Welt und zog, mit ihrer Mutter, als sie sechs Jahren alt war nach Deutschland. Im beschaulichen Baden-Wüttemberg wurde es Livki allerdings schnell zu eng und so zog sie nach Berlin um hier ein Studium abzuschließen und Musik zu machen.
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Eine Reflektion der Gesellschaft – Paul Kalkbrenner

Wo fängt man an, wenn man gerade etwas erlebt hat, mit dem man nicht gerechnet hat. Nachdem Paul Kalkbrenner die erste Single seines im August erscheinenden Albums ‚7‘ veröffentlicht hat, ist nun auch das Video zu ‚Cloud Rider‘ veröffentlicht worden. Dieses Video zeigt einen Jungen – im Video Florian genannt – mit autistischen Zügen, der mit Kopfhörern und iPod durch die Stadt zieht. Was ihn glücklich macht, schreckt die Umwelt um ihn herum allerdings ab. So bietet er anderen Passanten immer wieder, mit einem warmen Lächeln, seine Kopfhörer an um seine Gefühle zu teilen. Doch was ihm entgegnet wird ist so schockierend wie wahr und zeigt die Realität auf den Straßen heute. Zwischen erschreckter oder abwehrender Haltung und stumpfer Gewalt wird Florian alles zu Teil, was die soziale Herkunft seiner Gegenüber geprägt hat. So kommt eine Mädchengruppe im Video vor, die auf ihn einschlägt, auch nachdem er schon am Boden liegt. Oder Frauen, die sich mit Pfefferspray gegen ihren vermeintlichen Angreifer zur Wehr setzen. Doch am Ende des Videos folgt der wohl schmerzlichste Moment. Als er, es ist bereits dunkel auf den Straßen, durch eine Gasse auf einen Jungen trifft, der auf seinem BMX um ihn herumkreist. Der bikende Junge fragt, was er da höre, zieht sich die Kopfhörer auf und wippt mit dem Beat. Als er fragte, was noch so auf dem MP3-Player ist bekommt er ihn von herübergereicht. Nach einigen Moment fährt der bikende Junge mit dem Player und der Musik davon. Florian setzt sich auf den Boden und empfindet das falsche, nämlich, dass der Junge auf dem Bike seine Musik gefällt und das gleiche sieht wie er. Für alle anderen Betrachter bleibt es ein Junge, der gerade einem anderen den MP3-Player gestohlen hat. All diese Begegnungen, all diese Menschen zeigen wahre Charaktere in unserem unmittelbaren Umfeld. Und keiner von diesen Menschen sieht, was der Junge sieht, und zwar das Glück, dass er empfindet, wenn er seine Musik hört, bis die anderen Menschen ihm ihren Abgrund zeigen.

Dieses Video mag für einige banal sein, für andere ist es allerdings aufrütteln und ergreifend. Dazu passt Kalkbrenners Sample, des Songs ‚You’re The One For Me‘ den die Disco-Soul Band D Train 1982 veröffentlichte. Dazu kommen leichte Pianoloops und simple Backbeats. Gerade durch diese Zurückhaltung im Sound erreicht das Video eine enorme Intensität. Ein muss, nicht nur für Elektrofans.

‚Cloud Rider‘ ist hierbei die erste Episode einer 7-teiligen Kurzfilmgeschichte um den Charakter Florian.

 

Rudimental machen keine halben Sachen

Mit ihrem ersten Album ‚Home‘ haben sie in Großbritannien einen Hype um Drum’n’Bass neu entfacht. Waren doch die Singles ‚Feel The Love‘ und ‚Right Here‘ nicht nur auf der Insel Hits. Das war 2013. Nun erreichte uns vor kurzem mit Ed Sheerans ‚Bloodstream‘ bereits das erste Lebenszeichen der vier Londoner als Produzenten des Songs. Jetzt aber, gibt es endlich auch eine erste, offizielle Single des zweiten, noch in diesem Jahr erscheinenden Albums ‚We The Generation‘. Mit dem Song ‚Never Let You Go‘ schließen sie unmittelbar an das Erfolgsdebüt an und haben abermals einen Drum’n’Bass Song mit ganz viel Blasmusik und verwegener Melancholie erschaffen. Dabei ist er so schnell und aufregend, dass man Angst hat auch nur einen Hauch zu verpassen. Somit scheint der erste Schritt des zweiten Albums also grandios gelungen.

Der Mann der großen Worte – Brandon Flowers

Er gehört zu einer der erfolgreichsten Bands der letzten Jahre und dennoch ist sein Name nicht Allen ein Begriff. Brandon Flowers – Sänger der US-Alternative-Band The Killers – stand bereits mit seinem Solodebüt ‚Flamingo‘ dem Erfolg seiner Band in nichts nach. Nun kommt mit ‚The Desired Effect‘ Flowers zweite Soloplatte raus und hat mit der ersten Single ‚Can’t Deny My Love‘ einen Song veröffentlicht, der direkt aus den 1980er Jahren kommen könnte. So erinnert die von Ariel Rechtshaid produzierte Single nach Frankie Goes To Hollywood bei der Flowers helle Stimme erfrischend klingt und deutlich weniger verspielt als noch auf seinem Debütalbum. Es scheint als ob Flowers sich in Stellung gebracht hat um den Frühling zu erobern. 

Brandon Flowers – Can’t Deny My Love

Für Charlie Cunningham geht’s steil bergauf

Es wurde Charlie Cunningham in seinem Geburtsort Bedfordshire wohl zu klein, zog er doch nach Oxford um seinen Traum wahr werden zu lassen. Und so erspielte er sich mit nur einer Gitarre im Gepäck ein Publikum, dass ihn so schnell nicht wieder gehen lassen wird. Ist doch seine Musik so viel satter und voller als es eigentlich von einer Gitarre kommen könnte. So steht die wunderbar sanfte Akustikballade ‚Lights Off‘ gerade bei Zane Music und den BBC Radiostationen ganz oben auf der Liste des nächsten großen Hypes. Die Erwartungen steigen also immens und man wird belohnt.

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