Matt Corby & Tash Sultana - Talk It Out

Matt Corby & Tash Sultana – Zwei Genies treffen aufeinander

Es ist eine Kollaboration, die so viel Energie bündelt, dass man fast die Brust bersten fühlt, vor so viel Passion. Dass die beiden australischen Künstler Matt Corby und Tash Sultana jedoch einmal auf einem Song vereint sein würden, hat gute zwei Jahre gedauert. Denn genau so lange spielten die befreundeten Musiker bereits mit dem Gedanken einer Zusammenarbeit. Matt Corby hatte bereits mit seinem 2011er Brother einen absoluten Superhit veröffentlicht, der sich nicht nur sagenhafte 420.000 Mal in Australien verkaufte, sondern auch in Europa zu einer satten Indiehymne wurde. Tash Sultana wiederum hatte in den vergangenen vier Jahren einen Aufstieg hingelegt, der nicht vergleichbar ist. Mit nur einem Album und einer einzigartigen Soundstruktur gelang es Sultana Menschen auf der ganzen Welt zu begeistern und von einer ausverkauften Tour zur Anderen zu reisen. Nun haben Corby und Sultana mit dem Song Talk It Out eine Kollaboration veröffentlicht, die beide Künstler so zeigen, wie sie selbst sind. Würde man bei anderen Kollaborationen denken, dass das zu keinem guten Ergebnis führen würde, ist genau diese Eigenständigkeit der beiden Künstler das große Plus des Songs. Mit Sultanas markantem Gitarrenspiel und Corbys falsettartiger Stimme nehmen sich beide Künstler gegenseitig ab und schaffen damit eine wunderbar inspirierende Atmosphäre. Talk It Out ist treibend, entspannt und lässt uns einen Laid-Back-Moment haben, den wir nur durch Corby und Sultana bekommen können.

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Michael Kiwanuka & Tom Misch - Money

Michael Kiwanuka & Tom Misch – Plötzlich groovy

Michael Kiwanuka ist bisher eher durch seine soulige Stimme bekannt, die sich mal falsettartig hoch, mal dunkel und tief zeigt. Dabei nutzt Kiwanuka die Schreibweise des Indie und Folks und hat auf seinen beiden bisher veröffentlichten Alben stets abgeliefert. Nun hat sich Kiwanuka mit Tom Misch allerdings einen zweiten Singer/Songwriter geschnappt und zusammen den Song Money eingespielt. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Denn rausgekommen ist ein Sound, der – geprägt von den 70er und 80er Jahren, in dem Disco eines der populärsten Genres war – Kiwanuka erfrischend selbstironisch zeigt und einen flotten Gute-Laune-Beat besitzt. Misch ist dabei für die Gitarre und den – ebenfalls – falsettartigen Gesang des Refrains zuständig. Beide ergänzen sich hierbei so wunderbar, dass man sich fast schon an dieses Duo gewöhnen könnte. Kam Kiwanukas letztes Album vor fast genau drei Jahren raus, wird mit Money die Gerüchteküche über ein baldiges, neues Album einmal mehr ordentlich angeheizt.

Madonna – Sie kann es doch!


Was würde nicht alles über Madonnas neue Songs und Ihr Album Madame X im Vorfeld geschrieben. Da wurden so gut wie alle neuen Songs in der Luft zerrissen und das Ende der Queen of Pop ausgerufen. Schließlich folgte auch noch ein – gesanglich nicht gerade vorteilhafter – Auftritt bei dem Eurovision Song Contest 2019 und fertig war der vermeintliche Absturz eines Weltstars. Dass Madonna jedoch schon immer gesanglich variierte, zeigen so gegensätzliche Alben wie der Soundtrack zu Evita und Alben wie American Life. Madonna ist für Ihre weiterlesen

Monkey Safari - Hi

Monkey Safari – Sagen schlicht Hi!

Mit Cranes hatten die Brüder Lars und Sven Rühlemann im Sommer 2015 einen so untypischen Housetrack veröffentlicht, dass man sich fragen musste, wer hinter Cranes steckt. Nun, vier Jahre später hat sich für Monkey Safari, wie sich die Brüder nennen, nur eines geändert, die Liste der Auftritte ist extrem angestiegen. Mit ihrem gerade veröffentlichten Album Hi brechen sie nun zu neuen Ufern auf und entfernen sich von ihren DJ-Sounds. Doch wer jetzt an ein ganz anderes Genre denkt, liegt falsch. Monkey Safari haben auf Hi das Konzept Album wiederbelebt. So standen sie vor der Aufgabe, ihre entspannte Housemusik auf ein Album zu reduzieren, was den Jungs wunderbar gelungen ist. Mit der nun veröffentlichten, gleichnamigen Single Hi bilden sie daher auch das Konzept eines Singwritings nach. Hier fließt der  Sound förmlich durch die Adern und setzen die Loops von Hi den Körper ganz von selbst in Bewegung. Am 6. Juli haben wir auf dem Wasteless 4 OpenAir in Berlin die Möglichkeit, die neuen Songs einmal live zu hören und können Euch gleichzeitig das erste Free Organic Open Air nur wärmstens empfehlen!

Moyka - Bones

Moyka – Kühler Elektropop

Mit ihrer Debütsingle Colder hatte die Norwegerin Moyka bereits im März alle Blicke auf sich gezogen. Nun ist mit Bones die zweite Single online und zeigt die Anfang 20-jährige Sängerin deutlich tanzbarer, als auf ihrem Debüt. Dabei lässt sie abermals eine gewisse Verbindung zu Sängerinnen, wie Aurora, aufkommen. Hier ist Moyka vor allem im Refrain mit ihrer Klangfarbe deutlich an der, ebenfalls aus Norwegen kommenden, Sängerinn dran. Moyka selbst beschreibt ihren Musikstil auf Bones als eisigen, in den Achtzigern verorteten Tanztrack, getragen von sprudelnden Synthies. Dabei geht es um diesen Drang, etwas zu erschaffen, und das Gefühl zu haben, dass es Dir genommen wird. Als ich den Song 2017 schrieb, fühlte es sich so an, als könnte ich nichts richtig machen, ich habe mich sehr angestrengt und alles hat sich als schlecht herausgestellt. Moyka schreibt ihre Songs selbstreflektiv und trifft dabei einen Sound, der von schweren – auf einen zurollenden – Beats geprägt ist und im Verlauf an noch mehr Größe gewinnt. Tanzbar, dunkel und euphorisch klingt Bones nach einem 80er Jahre Computerspiel, bei dem wir auf der Zielgeraden kurz davor stehen zu gewinnen.

Metronomy - Lately

Metronomy – Große Synthies zum Tanzen

Mit The Look und The Bay hatten die Briten von Metronomy 2011 zwei große Indiesongs abgeliefert, die selbst heute auf keiner Playlist fehlen dürfen. Dabei klingt die Band, die seit 20 Jahren Musik macht, so sehr nach den 80er Jahren, dass man sich vorkommt, als würde man gerade eine Zeitreise machen. Und so sehen dann auch die Artworks der einzelnen Metronomy-Alben aus. Viel Flower, viel Power zeigen, dass Metronomy in keinem Genre zu Hause ist, sondern vielmehr die einzelnen Elemente aus Pop, Indie, Elektro und Funk einfängt und zu einem typischen Metronomy-Song verarbeiten. Auf Lately geht es gleich zu Beginn mit Gitarren, Schlagzeug und Synthies zur Sache und stößt die markante Stimme des Frontsängers Joseph Patrick Kennith Mount plötzlich dazu. Metronomy stehen für eine durchgetanzte Nacht im Indieclub und zeigen dabei unglaublich tanzbar Lately ist.

Das Moped - Wenn Du ehrlich bist

Das Moped – Alte Bekannte??

Hört man den Song Wenn Du ehrlich bist das erste Mal, brechen Euphorie und Unglaube förmlich aus. Denn sollte es wirklich sein, dass ECHT wieder zurück sind?! Nein, wird man bei einem Blick auf den Interpreten denken. Das Trio Das Moped nutzt diese Ähnlichkeit allerdings bewusst und fügt in Interviews gerne hinzu, dass die Band die Inspiration für direkte Texte von der Band ECHT hat. Mit einem entwaffnend ehrlichen Text kommen die Jungs aus dem beschaulichen Bad Kreuznach, westlich von Mainz, um die Ecke und präsentieren nicht nur den Song Wenn Du ehrlich bist, sondern gleich auch noch die EP Alle wollen Liebe. Darauf enthalten sind fünf Tracks, von denen nur einer nach Kim Frank und seine Band klingt. Dieser Mix aus melancholischer Erinnerung, verträumter Jugendlichkeit und euphorischer Direktheit wirken gerade auf Wenn Du ehrlich bist wie ein Motor der Frische. Das Moped haben damit den Soundtrack geschrieben, den wir mit unseren Freunden am Ende einer durchzechten Nacht und durch die Straßen wankend, voller Freude, singen möchten.

Moonlight Breakfast - Summer

Moonlight Breakfast – Die volle Ladung Leben

Am 17. Mai ist es endlich soweit und das dritte Album Affection, der rumänischen Band Moonlight Breakfast kommt auf den Markt. Bereits im Januar konntet Ihr hier auf SOML die Single Look Up entdecken. Denn in den luftig, leichten Elektropop des Trios musste man sich einfach verlieben. Nun steht zur Veröffentlichung des Albums mit Summer noch eine neue Single in den Startlöchern und erinnert dabei an Songs, wie Lykke Lis Little Bit und begeistert mit einem catchy Indiepopbeat, der durch seinen eingängigen Sound zu einem großartigen Sommersong avanciert. Dabei haben sich Moonlight Breakfast an die Erlebnisse der letzten Jahre gewagt und nicht nur das Lebensgefühl des Erlebten in dem Song verarbeitet, sondern auch einzelne Filmsequenzen, die in den vergangenen drei Jahren überall auf der Welt aufgezeichnet wurden, zu einem Musikvideo zusammengeschnitten. Herausgekommen ist ein Song, der das Leben zelebriert und für gute Laune sorgt.

Mark Ronson feat. Lykke Li - Late Night Feelings

Mark Ronson feat. Lykke Li – Eine verkannte Partynacht

Independent trifft Mainstream. So in etwa könnte man die Kollaboration von Lykke Li mit Mark Ronson beschreiben. Hatte Lykke Li 2011 einen weltweiten Hit mit I Follow Rivers, entsprang dieser aber dem The Magician Remix, der sich auch in Deutschland an die Spitze der Charts setzte. Alle sonstigen Veröffentlichungen Lykke Lis sind vielmehr größtenteils nur ihrer Fangemeinde bekannt oder in den Playlisten von Independent-Radiostationen zu finden. Mark Ronson wiederum ist in den Chart zu Hause und tritt seit 1998 als Produzent von Künstlern wie Nikka Costa, Macy Gray, Christina Aguilera, Amy Winehouse, Robbie Williams oder den Kaiser Chiefs auf. Darüber hinaus ist Ronson selbst seit 2003 als Künstler mit eigener Musik in den Charts vertreten und arbeitete mit Künstlern, wie Lily Allen, Amy Winehouse, Bruno Mars, Miley Cyrus und nun eben auch Lykke Li zusammen. Auf ihrem gemeinsamen Song Late Night Feelings treffen sich die beiden dann auch zum Katergefühl, nach einer aufregenden Nacht. Dabei klingt Late Night Feelings nach einer wabernden Retrospektive einer Nacht, die von Auf und Abs geprägt ist. So gibt die Grundstimmung einen ruhigen Sound vor, der vor allem beim Refrain ins verspielte rutscht, nur, um zum Ende hin in einen Traumzustand zu gleiten. Ronson hat hier für sein kommendes, fünftes Studioalbum Late Night Feelings, nach Nothing Breaks Like A Heart bereits den zweiten Song veröffentlicht, der sich an das Model des melancholischen Sounds der 80er Jahre anlehnt und diesen wunderbar in die Neuzeit transportiert. Dabei verfolgte Ronson, wie er selbst sagt, das Ziel traurige Hits zu schreiben, da diese eine größere emotionale Resonanz beim Hörer auslösen. Dies hat er auf Last Night Feelings wunderbar geschafft und nebenbei abermals die Hitmaschine angeworfen.

Maya Lavelle - Dancing With A Bottle

Maya Lavelle – Musical trifft Pop

Die niederländische Sängerin Maya Lavelle ist weit mehr als nur eine Sängerin. Sie ist gleichzeitig Produzentin und Komponistin und hat ihren ganz eigenen Kopf. Das kann man auf ihrer aktuellen Single Dancing With A Bottle eindrucksvoll hören. Mit klassischen Elementen, wie einem dramatischen Klavierspiel, Violinen und ganz viel Eleganz klingt Dancing With A Bottle nach der musikalischen Untermalung eines 1920er Jahre Stummfilms, um gleichzeitig auch wie aus einem großartigen Musical zu kommen. Dabei bricht Lavelle innerhalb des Songs immer wieder mit den Tempi und wechselt wieder und wieder die Gesangsart – nur, um eine Exzentrik darzustellen, die ein eigenes Musical regelrecht voraussetzt. Auf Dancing With A Bottle besingt sie schließlich den Exzess. Einfach mal loszulassen und alle Hemmungen fallen zu lassen um der Langeweile zu entfliehen. Maya Lavelle ist mit diesem Musikstil alleine auf weiter Flur und dennoch erfolgreich im Mainstream unterwegs. An Künstlerinnen, wie Lana Del Rey, Caro Emerald oder Kate Bush erinnernd spielt Lavelle in ihrer ganz eigenen Genreblase und pumpt diese immer weiter auf – solange, bis ihr die Welt zu Füssen liegt. Und das dürfte nicht mehr all zu lange dauern – spätestens, wenn ihr Debütalbum Hobo im Juni erscheinen wird.