Flume – Der globale Sound in Perfektion

Flume feat. KUČKA – Hyperreal

Es braucht einen wallenden Beat, einen Gesangspart – möglichst weiblich und einen guten Rhythmus – und fertig ist der internationale Hit?! Sicherlich – mit dieser Rezeptur gibt es nicht wenige erfolgreiche Künstler, allerdings passt in diese Kerbe ein Künstler wie der Australier Flume bestimmt nicht. Besitzen seine Songs doch eine Tiefe, die durch schwere Bässe und einen tiefen elektronischen Beat erzeugt werden, den man auf den Instant-Hits vergeblich sucht. Mit seinen ersten beiden Alben Flume und Skin hat er in den letzten Jahren so ziemlich alle Kritiker begeistert und für Skin gar eine Grammy-Auszeichnung für das Best Dance/Electronic Album 2017 erhalten. Zusätzlich war die darauf enthaltene Single Never Be Like You (feat. Kai) als Best Dance Recording nominiert. Nun ist Flume mit einem neuen Song zurück und zeigt, wie weit er der elektronischen Musik voraus ist. Mit modernen Elementen, die ihren Weg aus den House-Clubs der Welt schaffen und einer markanten Stimme der australischen Sängerin Laura Jane Lowther alias KUČKA, hebt sich Flume ein weiteres mal von seiner Zunft ab. Hyperreal erinnert dabei ein wenig an Songs vom britischen Duo AlunaGeorge, ist dabei allerdings ausgefeilter und weniger verspielt. Flumes kontinuierlicher Output an Musik und Remixen ist schier unendlich und tut den eigenen Songs hierbei überhaupt keinen Abbruch – was nicht selten bei anderen Künstlern der Fall ist. Damit ist Hyperreal der nächste große Wurf Flumes und wird ab sofort die Clubs weltweit beherrschen – und heute auch unsere Freitag Nacht.

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Kraftklub – Der musikalische Mittelfinger

Kraftklub – Fenster

Nach ihrem opulenten Teaser Dein Lied, welchen Kraftklub vor einigen Wochen veröffentlichten, war die Stimmung unter den Fans gereizt. Da motzten sich Hater und loyale Fans in Foren an und schieden sich die Geister an der „neuen“ Kraftklub-Ausrichtung. Dass Dein Lied allerdings nur ein, vielleicht auch, irreführender Vorbote, des kommenden Albums Keine Nacht für Niemand war, zeigt die nun veröffentlichte, erste Single daraus. Auf Fenster besingen Kraftklub die Sorte von Bürgern, die unlängst als Wutbürger den politischen Knock-out verkünden. Als Reaktion auf diese politische Strömung zeigen Kraftklub im Video, mehr als deutlich, was sie von diesem Schlag halten und geben ihnen auch gleich mit auf dem Weg, was diese Menschen tun sollten. Dass es hierbei nicht gerade sanft zugeht, liegt in der Natur Kraftklubs – waren sie doch noch nie für sanfte Töne bekannt. Dabei hört sich Fenster musikalisch an, wie zu frischesten Zeiten der Band 2012. Doch das heißt nicht, dass Kraftklub etwa lange schon nicht mehr frisch sind. Mit schnellen Gitarren und drängendem Gesang springt Felix über die Akkorde und lässt bissig Textzeilen ab, wie: Du kannst was erreichen. Trag auch du zu etwas bei. Spring aus dem Fenster – für mich. Am Ende kommt gar die Stimme des Die Ärzte Frontsängers Farin Urlaubs zum Zuge und zeigt, dass Kraftklub und Die Ärzte vieles gemein haben. Fenster ist Kraftklub und Kraftklub sind bissig wie nie.

Feist – Ein Stimme namens Feist

Feist – Pleasure

Sie ist so klar und betörend, rastlos und genügsam zugleich. Sechs Jahre nach ihrem letzten Album Metals, kommt am 28. April das fünfte Album der kanadischen Sängerin raus. Pleasure ist dabei nicht nur der Name des Albums, sondern auch gleichzeitig der, der ersten Single. Diese begeistert mit Feists klarer Stimme, deutlichen Rockanleihen und hier und da sogar Referenzen an die Riot Grrrl Szene. Klingt Feist sowohl exzentrisch und fast schon hysterisch, werden die Gitarren immer lauter und enden in einem Aufschrei. Die stille Zeit der Leslie Feist gehört der Vergangenheit an. Die Kanadierin möchte laut sein, spielen und sich bewegen. Da ist auf der ersten Single des neuen Albums keine Sekunde lang Platz für Romantik. Diese hatte sie noch auf Let It Die und The Reminder deutlich in den Vordergrund gestellt. Nun ist es also Zeit für die lauten Töne und wir können bestätigen, dass es der 41 jährigen Sängerin steht.

Calvin Harris – Smoother Sunset Sound

Calvin Harris feat. Frank Ocean & Migos – Slide

Calvin Harris überrascht in Folge. Hatte er bereits mit My Way wieder selbst zum Mikrofon gegriffen, zeigt Harris auf seiner neuen Single, dass er auch vor einer Veränderung seines Sounds nicht zurückschreckt. Nun kommt mit Slide eine weitere Single raus, die nicht nur überzeugt, sondern auch ein nahendes, fünftes Album erwarten lässt. Dabei ist Slides der perfekte Song für Calvin Harris, um aus dem Eurodance der letzten Jahre auszubrechen. Bleibt Slides zwar immer noch unverkennbar elektronisch und klingt nach Calvin Harris, hat der Song zeitgleich einen Tropical House Beat und wirkt mit Frank Oceans und Migos‘ Gesang deutlich lockerer. Hier kommen Assoziationen zu Songs wie Fergies Glamorous oder John Legends P.D.A. (We Just Don’t Care) auf, die genau diesen Vibe des locker luftigen Frühlings versprühen, den es heißt draußen zu genießen und unbeschwert zu leben. Dieses Gefühl passt zu Slides und zeigt, dass Harris noch lange nicht eingerostet ist. Wir wären dann für den Frühling bereit!

Fleet Foxes – Die Helden des Indie-Folks sind zurück

Fleet Foxes – Crack Up

6 Jahre! In Worten – sechs Jahre(!) ist es her, dass die amerikanische Indie-Folk Band Fleet Foxes Musik veröffentlicht hat. Es ist fast unglaublich, sind doch Songs wie Mykonos und Grown Ocean auch heute noch ständige Begleiter und lassen den zeitweiligen Split der Gruppe wie nie dagewesen erscheinen. Diese lange Zeit muss umgehend beendet werden, dachten sich die fünf, aus Seattle kommenden, Künstler. Und was macht man, wenn man so lange Zeit nicht mehr in der Öffentlichkeit stand?! Man veröffentlicht als erste Single, ihres im Juni erscheinenden, dritten Albums Crack Up, ein knapp neunminütiges Lyric Video mit der Songs Third Of May/Ōdaigahara. Dieser Doppelsong beginnt mit einem klassischen Fleet Foxes Sound, der aus Mandolinen, Gitarren, Schlagzeug und Flöten besteht und natürlich dem 60’s angehauchten Gesang des Frontsängers Robin Recknold. Überhaupt, klingt Third Of May wie ein Original der 60er Jahre und der Flower Power Zeit. Hinzu kommt, dass Ōdaigahara ganz bewusst als Bruch der ersten Minuten benutzt wird und somit Fleet Foxes‘ Universum des Indie-Folks zeigt. Fleet Foxes machen mit Third Of May/Ōdaigahara klar, dass Unaufgeregtheit und aufrichtiges Songwriting immer noch geschätzt werden und die Fans Schlange dafür stehen.

The Best Of 2017 Vol.: 02

The Best Of 2017 Vol.: 02

The Best Of 2017 Vol.: 02

01. Blondie – Fun

02. Alma – Dye My Hair

03. Rihanna – Love On The Brain

04. Philipp Poisel – Zum Ersten Mal Nintendo

05. Giant Rooks – New Estate

06. Claire – End Up Here

07. EMMA6 – Kapitulieren

08. Fenech-Soler – Conversation

09. Missy Elliott feat. Lamb – I’m Better

10. Arcade Fire – I Give You Power

11. Seafret – Blank You Out

12. Ed Sheeran – Castle On The Hill

13. Kiesza – Dearly Beloved

14. Maxïmo Park – Risk To Exist

15. London Grammar – Big Picture

16. Satellite Stories – Confetti

17. Tokio Hotel – What If

18. Goldfrapp – Anymore

19. Gorillaz feat. Benjamin Clementine – Hallelujah Money

20. Snakehips feat. MØ – Don’t Leave

21. Bonaparte – White Noize

The Best Of 2017 Vol.: 01

The Best Of 2017 Vol.: 01

The Best Of 2017 Vol.: 01

 
01. Honne – Good Together

02. The Irrepressibles – In This Shirt

03. Nelly Furtado – Pipe Dreams

04. Wilkinson feat. Karen Harding – Sweet Lies

05. Vessels feat. Anna Of The North – Had A Love

06. London Grammar – Rooting For You

07. She & Him – Winter Wonderland

08. Amy MacDonald – Dream On

09. Jon Bellion – All Time Low

10. Alice Merton – No Roots

11. Lea Porcelain – Similar Familiar

12. Kakkmaddafakka – Lilac

13. Møme vs. Midnight To Monaco – Alive

14. Fenech-Soler – Show Me Love

15. Palace – Break The Silence

16. Jonah – Deep Deep Blue

17. Tokio Hotel – Something New

18. Vianney – Je m’en vais

19. Vaults – One Day I’ll Fly Away

Fenech-Soler – Elektropop mit ganz viel Weite

Fenech-Soler - Conversation

Fenech-Soler – Conversation

Last Forever – das ist nicht nur der Titel eines ihrer ersten Songs, sondern auch ein Statement, das aktuell am besten zu der britischen Band Fenech-Soler passt. Bedeutet Last Forever doch für immer. Und genau diesem Motto folgt die mittlerweile von vier auf zwei Köpfe geschrumpfte Band. Hatten sich die vier Bandmitglieder doch im September 2016 entschieden getrennte Wege zu gehen, war selbst Namensgeber Daniel Fenech-Soler einer der beiden, der die Band verließ. Doch dies sollte der Band keinen Abbruch tun und so veröffentlichte das Duo fleißig weiter und ging im Herbst und Winter 2016 auf ausgedehnte Europatour. Anfang März kommen sie dann auch nach Deutschland um ein paar Konzerte zu spielen, sowie am 3. Februar 2017 Fenech-Solers drittes Album Zilla in die Läden kommt. Darauf enthalten ist die Single Conversation, die dem Elektropop-Sound der Band treu bleibt und mit kalten Synthies und einem energievollen Gesang Ben Duffys überzeugt. Conversation ist die perfekte Indiehymne für jede Indiedisko. Somit ist klar, dass es dem Sound Fenech-Solers auch nach Daniel Fenech-Soler und Andrew Lindsays Ausstieg nicht geschadet hat.

Fakear – Unaufhaltsam produzieren

Fakear

Fakear

Mit Songs wie Animal und Silver hatte Fakear in den letzten anderthalb Jahren für reichlich Aufregung gesorgt. Sein, im Sommer 2016, veröffentlichtes Debütalbum Animal erfüllte dann auch alle Erwartungen. Hatte er im Vorfeld viele Songs wieder von der Trackliste gekickt, brachte die Begegnung mit der Liebe den entscheidenden Durchbruch. So inspirierte den Franzosen, eine Frau, die in sein Leben trat zu vielen Songs. Im Vordergrund stand immer Natürlichkeit zu transportieren. So legte er, beim produzieren des Albums, Wert darauf, nur wenig linear gesungene Titel zu erhalten. Eher sollten Gesang und Stimmfetzen etwas tierisches aufweisen. So wollte er, dass mit seiner Musik die Leute das menschliche Wesen, als etwas eher tierisches wahrnehmen. Doch wäre das nicht genug, hat sich Fakear nur kurz nach Veröffentlichung des Debüts wieder an den Computer gesetzt und neue Songs produziert. Herausgekommen ist die EP Vegetal, mit dem Song Le Loup, der mit asiatischem Einschlag und diffusen Gesang verdammt frisch klingt. Fakear hat einen Weg gefunden, Sound zu kreieren, der Vergleichbares sucht. Seine Mischung aus Ambient, Pop, Dance und fernöstlichen Einflüssen macht Fakear zu einen der spannendsten Künstler, die es momentan gibt.

Zukunftsmusik 2017

Es sind nur noch wenige Tage des Jahres 2016 übrig. Viele veröffentlichen jetzt ihre Jahresrückblicke. Doch was ist mit einer Vorschau?

Sie sind in den letzten Monaten immer wieder mit Veröffentlichungen aufgefallen, haben allerdings den ganz großen Sprung noch nicht geschafft. Hier findet Ihr die heißesten Anwärter, denen 2017 der ganz große Durchbruch gelingen könnte.

Stimme am Ende des Artikels mit ab! Wer ist Dein Favorit 2017?

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