Boris Brejcha feat. Ginger - Happinezz

Boris Brejcha – Mit High-Tech Minimal in den Jahreswechsel

Mit dunklen Beats, Houseelementen und einer mystisch-hallenden, weiblichen Computerstimme kriecht der Rheinland-Pfälzische DJ und Produzent Boris Brejcha mit seinem aktuellen Song Happinezz in die Köpfe der Leute. Dabei hat der – mittlerweile in Frankfurt am Main lebende – Produzent bereits fünf Alben veröffentlicht und macht seit 2006 professionell Musik. Sein Markenzeichen ist immer wieder die venezianische Maske, unter der er bei seinen Auftritten sein Gesicht verdeckt. Nun hat Brejcha für den 24. Januar 2020 sein neues Album Space Diver angekündigt und sorgt gleichzeitig mit der Auskopplung Happinezz für Furore. Diese schafft den Sprung von den Clubs und Tanzflächen der Stadt in die Radios des Landes und wird gleichzeitig zum Soundtrack des nahenden Jahreswechsels. Auf Happinezz holt sich der DJ die gesangliche Unterstützung seiner Freundin Ginger dazu und erzeugt einen dunklen, hypnotisierenden Song, der mit Retro-Soundschnipseln spielt und einmal gehört, nicht mehr aus den Kopf gehen möchte.

Icarus feat. Nathan Ball - Meet Me There

Icarus – Mit großer Ankündigung ins neue Jahr

Jetzt scheint es Schlag auf Schlag bei den britischen Brüder Ian und Tom Griffiths – alias Icarus – zu gehen. Hatten sie vor ein paar Wochen bereits mit Rae Morris die Single Dreams Of You veröffentlicht, folgt nun mit Meet Me There die nächste großartige House-Nummer. Dieses Mal als Sänger dabei ist der mittlerweile zum Wahllondoner gewordene Sänger Nathan Ball, den SOML seit einigen Jahren begleitet und bereits zum Interview hatte. Herausgekommen ist ein weiterer treibender House-Track, der mit Balls sehnsuchtsvollem Gesang perfekt die Mischung der Brüder verkörpert. Mit langen Bridges und deutlich größerem Gesangsanteil läuten Icarus eine Zeit ein, die vom Aufbruch und Beenden erzählt. Denn in den letzten Jahren haben die Brüder vieles erlebt und durchlebt, haben Bekanntschaften geschlossen und andere beendet, die ihre Persönlichkeit maßgeblich prägten. Diese Songs, aufgenommen mit ausgewählten Künstlern, zeugen von dieser Phase und lassen die Jungs gerade enorm wachsen. Bereits jetzt steht fest, dass Icarus im kommenden Jahr auf Clubtour gehen und mit UNFOLD ein Projekt veröffentlichen wird, welches noch viele weitere spannende Künstler parat halten wird.

 

T. Williams & James Jacob feat. Kelli-Leigh - The Remedy

T. Williams – Im absoluten Tanzrausch

Im Frühjahr 2018 schaffte es ein Track des britischen Produzenten-Duos T. Williams & James Jacob in die Hype- und Club-Charts weltweit. Mit Learning Process hatten die beiden für einen großen Clubhit gesorgt, der durch die Zusammenarbeit mit Tim Delxue erst richtig durchstartete. Anderthalb Jahre später sampelt das Duo seinen eigenen Song erneut und legt auf die Housebeats noch die Vocals der Londonerin Kelli-Leigh. Diese wiederum hatte bereits vor zwei Jahren mit ihrem Featuring auf James Hypes More Than Friends für einen Clubhit gesorgt. Nun sind es T. Williams & James Jacob, die sich die wunderbar klare Stimme der Britin zu Nutzen machen und aus Learning Process den Song The Remedy werden lassen. Darauf zu hören sind 90er-Jahre Pianoklänge, die mit Eurodance und Trompeten begleitet werden. Mit The Remedy könnten T. Williams & James Jacob direkt aus den 90er Jahren kommen und würden selbst dort zum Hit werden. Dabei schraubt sich der Track, durch Plays von Größen wie Basement Jaxx, Sister Bliss oder Riva Starr immer höher in den Clubcharts weltweit und ist zu Recht einer der Hits für die kommende Silvesterparty.

Georgia - Started Out

Georgia – Hypnotisierender Dancebeat

In zwei Wochen ist es soweit und das zweite Album Seeking Thrills der britischen Sängerin Georgia steht zum Download, Streaming und Kauf bereit. Darauf enthalten sind die beiden Nummern About Work The Dancefloor und Never Let You Go die jeweils eine ganz eigen Welt der elektronischen Musik regieren. Ist About Work The Dancefloor ein absoluter Partysong, klingt Never Let You Go deutlich kratziger und schneller. Nun ist, kurz vor der Veröffentlichung des neuen Albums, mit Started Out eine weitere Single erschienen, die wiederum eine ganz andere Ecke der Dancemusik füllt. Denn mit Started Out singt sich die Londoner Sängerin mit einem hypnotisierenden Beat durch den fast vier Minuten langen Song und mischt dabei Synthies mit afrikanischen Trommelsounds und schweren Bässen. Hinzu kommen verschwommene Backingvocals und ein Beat, der dazu einlädt, sich auf der Tanzfläche zu verlieren. Seeking Thrills verspricht damit, ein erfrischend abwechslungsreiches Album zu werden und gleichzeitig so tanzbar zu sein, wie es Georgia vorher noch nicht war.

Harry Styles - Watermelon Sugar

Harry Styles – Vom Boygroupimage freigegesungen

Es wirkt wie eine Metarmorphose. Die Wandlung, die der britische Sänger Harry Styles in den vergangenen Jahren vollzogen hat. Als Teil der Boygroup OneDirection bestimmte er von 2010 bis 2015 das Musikbusiness maßgeblich und veröffentlichte mit der Band jedes Jahr ein Album, welches sich jeweils 3,5 bis 4,5 Millionen mal verkaufte. Als sich die Band 2016 in eine Bandpause begab, zündete Styles erst richtig durch und begeisterte mit seinem 2017er Debütalbum Harry Styles sowohl Fans als auch Kitiker. Mit einer Mischung aus Britpop und Rock – und vor allem durch die epische Debütsingle Sign Of The Time – vollzog er seine Tansformation vom Boygroupmitglied hin zum britischen Dandy der Popkultur. Nun hat Styles mit Fine Line sein zweites Studioalbum veröffentlicht und klingt deutlich losgelöster, als noch auf seinem Debüt. Dabei geht Styles den Weg des Dandys konsequent weiter und gibt sich keinem Label oder Image hin. Mit Watermelon Sugar zeigt er gleichzeitig, wie  nostalgisch frischer Pop klingen kann. Denn mit einer Mischung aus Gitarren, Soul und Pop ist Watermelon Sugar eine zeitlose Popnummer, die nach einem deutlich älteren Sänger klingt, als Styles‘ es ist. Harry Styles begeistert durch seine Kreativität und einem Wesen, welches es nicht möglich macht, den Sänger in eine Schublade zu stecken.

 

Robbie Williams - The Christmas Present

Robbie Williams – Wünscht frohe Weihnachten

Er hat es wieder einmal geschafft. Großbritanniens Superstar Robbie Williams hat es 18 Jahre nach seinem fulminanten Ausflug in die Swing-Ära mit seinem Album Swing When You’re Winning und dem 2013er Swing-Album Swings Both Ways wieder in klassischere Gefilde getrieben. Denn dieses Jahr überraschte uns der Popstar mit einem Weihnachtsalbum, das einmal mehr zeigt, was Williams für ein grandioser Musiker ist, der immer dann, wenn er seine Vielseitigkeit zeigt, besonders glänzt. Auf The Christmas Present interpretiert Williams große Weihnachtsklassiker in traditionellem Stil und gibt ihnen durchbläuen markante Stimme eine gewisse Erhabenheit, die wunderbar in die besinnliche Zeit passt. Gleichwohl er auch weiterhin mit einer gewissen verschmitzten Art singt und dadurch immer auch unterhaltsam bleibt. Besonders gut kann man dies auf den großen Klassikern Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow! und Winter Wonderland hören.

Damit wünsche ich Euch allen frohe Weihnachten und ein paar besinnliche Tage mit Euren engsten Menschen.

The Best Of 2019 Vol. 15

The Best Of 2019 Vol.: 15

01. Jarami – Hold On (zum Artikel)

02. Offaiah – Soldier (zum Artikel)

03. Icarus feat. Rae Morris – Dreams Of You (zum Artikel)

04. T. Williams, James Jacob & Kelli-Leigh – The Remedy (zum Artikel)

05. Gengahr – Heavenly Maybe (zum Artikel)

06. Georgia – Started Out (zum Artikel)

07. Sparkling – I Want To See Everything (zum Artikel)

08. Harry Styles – Watermelon Sugar (zum Artikel)

09. R+ & Dido – My Boy (zum Artikel)

10. Lane 8 feat. Jens Kuross – Yard Two Stone (zum Artikel)

11. Jake Bugg – Kiss Like The Sun (zum Artikel)

12. Maggie Rogers – Love You For A Long Time (zum Artikel)

13. Shallou – Fading (zum Artikel)

14. The Weeknd – Blinding Lights (zum Artikel)

15. Låpsley – Ligne 3 (zum Artikel)

16. Route 94 feat. Eda Eren – Fever (zum Artikel)

17. SYML – Take Me Apart (zum Artikel)

18. Mighty Oaks – All Things Go (zum Artikel)

19. Michael Kiwanuka – Hero (zum Artikel)

20. Post Malone – Circles (zum Artikel)

21. Seafret – Fall (zum Artikel)
Vagabon - Water Me Down

Vagabon – Wenn der Wunsch siegt

Wenn man von der New Yorkerin Laetitia Tamko spricht, kommt man unweigerlich ins Schwärmen. Die 27-Jährige hat in den vergangenen Jahren eine unglaubliche Erfolgsgeschichte hingelegt. In Kamerun geboren, zogen die Eltern 2005 mit der damals 13-jährigen Tamko nach New York. In dieser Zeit wuchs ein riesiger Wunsch in der jungen Musikerin heran, der ihr weiteres Leben beeinflussen sollte. Denn entgegen der Vorstellungen ihrer Eltern, überzeugte sie diese ihr eine Gitarre zu schenken. Als Gegenleistung sollte Tamko etwas studieren, welches es ihr ermöglicht auch in einem richtigen Beruf – wie es ihre Eltern immer anmerkten – Geld zu verdienen. So studierte Tamko an der Grove School of Engineering – einem Teil des City College of New York – Softwareentwicklung und öffnete sich hierbei ganz selbstverständlich weitere Türen zur Produktion von Musikstücken. Die ohnehin schon autodidaktisch veranlagte Musikerin eignete sich so nicht nur an, viele Instrumente zu spielen und elektronische Musiksongs zu programmieren, sondern plante und spielte auch immer öfter eigene Konzerte in New York. Mit all diesem Know-How hat Tamko schließlich 2017 ihr Debütalbum Infinite Worlds unter dem Künstlernamen Vagabon veröffentlicht. Nun ist Vagabon mit einem neuen Album zurück und zeigt mit der Single Water Me Down eindrucksvoll, wie entspannt der Mix aus Elektro, Perfektion und Lässigkeit klingen kann. Denn Water Me Down besitzt einen hypnotischen Elektrobeat, auf dem Vagabon die Worte You know me better than that. You know I hate it like that. It really waters me down singt. Gleichzeit besitzt Water Me Down dieses Stop-Motion-Gefühl, welches einen in eine Art Zeitlupenbetrachtung versetzt und den Song noch intensiver aufnehmen lässt. Mit all ihrem Können klingt Vagabon gleichzeitig so losgelöst und natürlich, dass man den Song gar nicht mehr aus dem Kopf bekommen möchte.

Michael Kiwanuka - You Ain't The Problem (Claptone Remix)

Michael Kiwanuka – Remix vom Glanzstück

Mit seinem dritten Album Kiwanuka hat es der britische Soulstar Michael Kiwanuka endgültig geschafft in den Olymp der Soulsänger aufzusteigen. Mit einem Album, das so zeitlos, wie nostalgisch ist, hat er die Musikkritiker von Magazinen wie den NME, den Rolling Stone oder Zeitungen wie The Times und The Guardians überzeugt und die besten Bewertungen erhalten. Dabei ist der Retrosound das Besondere an dieser Platte und zeigt sich auf der Singleauskopplung You Ain’t The Problem so wunderbar. Dieser Song hat es nun zu einer erneuten Veröffentlichung geschafft und wird als Remix des deutschen DJs und Produzenten Claptone gelistet. Hierbei schafft s Claptone, den Vibe des nostalgischen Gefühls aufrechtzuerhalten und gleichzeitig so sommerlich, wie funkig zu klingen. Mit einer gewaltigen Note Soul – gemischt mit poppigen Housebeats – haben Michael Kiwanuka und Claptone einen kurzweiligen Danceklassiker geschaffen, der auch in ein paar Jahren noch die Tanzflächen bespielen wird.

Lea Porcelain - Sink Into The Night

Lea Porcelain – Der Klang nach Vergangenem

Es ist dieser Sound im Hintergrund, der uns bei Lea Porcelains neuem Song Sink Into The Night an etwas erinnert und in uns etwas weckt, das wir noch nicht greifen können. Mal erinnert es an HÆLOS‘ End Of World Party, mal entfernt an den Beat von Underwolds Born Slippy, den man im Hintergrund hört – doch immer wieder auch ganz sicher an Lea Porcelain. Und das, obwohl das Duo seit seinen ersten Veröffentlichungen mit den Genres spielt und sich nicht auf eine Richtung festlegen mag. Ausufernd bleiben sie dennoch immer wieder und zeigen nun auf Sink Into The Night, wie sie die Nacht erleben. Ausschweifend, auf der Überholspur befindend, stark und vor allem – einsam. Dies mag eine Momentaufnahme der beiden Jungs sein, die in den letzten Jahren so viel erlebt und erreicht haben, dass die Einflüsse schier unendliches Material hervorbringen werden. Lea Porcelain stehen mit diesem Song und der Erwartung auf ihr zweites Album an einem Punkt, an dem sie sich bereits vor der Veröffentlichung ihres Debüts befunden hatten. Den Erwartungen gegenüberzustehen, welche die Fans und Kritiker haben und die Veröffentlichung zu einem erneuten Adrenalinkick anwachsen zu sehen.