Vessels feat. Anna Of The North – Ein Song für die Silvesternacht!

Vessels feat. Anna Of The North - Had A Love

Vessels feat. Anna Of The North – Had A Love

Wie stellt man sich einen Electroact vor, der aus fünf Bandmitgliedern besteht? Was sich schwer vorstellbar anhört, kann so gut klingen. Das zeigt Vessels – ein Quintett aus Leeds – das gerade mit dem Song Had A Love eine Kollaboration mit der Sängerin Anna Lotterud alias Anna Of The North veröffentlicht hat. Vessels sind dabei keine Unbekannten, haben sie doch, seit Ihrer Gründung 2005, bereits drei Alben veröffentlicht, ist Had A Love der Vorbote für ihr 2017 erscheinendes viertes Studioalbum. Dabei ist die Endfassung von Had A Love eher zufällig entstanden. Hatten die Jungs doch bereits den Non-Vocal Song fertig produziert, als sie auf die Idee kamen, die schwedische Sängerin Anna Of The North, die beim selben Plattenlabel unter Vertrag steht, zu fragen, ob Sie nicht dazu singen möchte. Das Resultat überraschte Vessels so sehr, dass das Bandmitglied Lee J. Malcom in einem späteren Interview sagte, dass er sich den Song gar nicht mehr ohne Lotteruds Gesang vorstellen kann. Had A Love klingt nach Sommer, schweren Bässen und gleichzeitig einer Leichtigkeit im Gesang, dass der Song einen vom Boden zu heben vermag. Had A Love ist die perfekte Einstimmung auf die Nacht der Nächte und dem Sprung ins neue Jahr. Denkt daran, alles ist möglich. Rutscht gut rein!

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Jonah – Musik auf Weltniveau

Jonah - Deep Deep Blue

Jonah – Deep Deep Blue

Zwischen Gipsy & The Cat, Empire Of The Sun und weiteren Vertretern dieses Genres, hatten sich vor zwei Jahren die beiden Jungs von Jonah hinzugesellt. So hatte das Berliner Duo Jonah bereits mit der ersten Single einen durchschlagenden Erfolg erzielen können. Wurde ihr Song All We Are doch für die Untermalung eines Vodafone-Werbespots genutzt. War diese Chance eine der besten um auf sich aufmerksam zu machen, hatten Jonah jedoch Song Nummer zwei erst ein Jahr später veröffentlicht. Das erstaunliche hierbei ist, dass Deep Deep Blue – abermals ein Jahr später – für die hiesigen Radiostationen interessant wird und nun die Rotation einsetzt. Deep Deep Blue ist dabei ebenso wie All We Are, ein Elektropop-Song, der mit schwelgenden Sound und Schlagzeug eine Mischung ergibt, die zum internationalen Sound ausschließt. Mit diesen zwei Singles und einem Ausblick auf 2017 bleibt zu hoffen, dass ein ganzes Album nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Kakkmaddafakka – Die Stimmung steigt

Kakkmaddafakka - Lilac

Kakkmaddafakka – Lilac

Die Norweger von Kakkmaddafakka haben schon immer ein Gespür dafür gehabt, Indie-Kracher zu produzieren. Mit ihren Alben Hest und Six Month Is A Long Time haben sie sich in die Indieszene gebrannt und durch Songs wie Restless und Bill Clinton für kollektives Ausrasten gesorgt. Mit ihrem neuesten Album KMF hatten sie offenkundig ihren Sound verändert. Klang doch die erste Single Galapagos plötzlich so erwachsen und international. Doch schnell lernte man den Sound lieben und fand die Band schließlich mit der Folgesingle Young You wieder zu altem Sound zurück. Nun haben sie Single Nummer drei veröffentlicht und zeigen mit Lilac, dass sie noch lange nicht aufhören werden, tanzbares Material nachzulegen. Lilac ist so typisch Kakkmaddafakka wie es eine Single der Band nur sein könnte. Mit schnellen Gitarren, verspielten Sounds und nerdigem Gesang bringt das Sextett hier wieder einmal die Tanzfläche zum beben und lässt die Vorfreude, auf die im Frühjahr 2017 stattfindende Tour, steigen.

Bonaparte – Zieht Bilanz für 2016

Bonaparte - White Noise

Bonaparte – White Noise

Tobias Jundt – alias Bonaparte – ist seit jeher dafür bekannt, den Mund aufzumachen und politische oder gesellschaftskritische Botschaften mitzuteilen. Das war auf Too Much schon so und zeigt sich nun auch auf Bonapartes neuestem Song White Noise. Hier untermalt der Wahlberliner Sequenzen und Clips von politischen Momenten, aus Parlamenten und von Pressekonferenzen, mit einem süffisant formulierten Text. Da werden Politiker und Szenen aus dem Jahr 2016 gezeigt, die für die Absurdität ihrer Arbeit stehen, um kurz danach gänzlich fragwürdige Begegnungen zu zeigen. Als White Noise dürfte hier wohl das unendliche reden und mitteilen der politischen Lager gemeint sein. Wie man den Song Bonapartes auch interpretieren mag, eines ist hier auf alle Fälle klar – der Wunsch, sich mit dem, was man sieht und hört, auseinanderzusetzen. Mit unkonventionellem Sound und einem Text, der mehr anklagt, als dahinplätschert steht Bonaparte für das ein, was er sich in den letzten Jahren erarbeitet hat.

Jon Bellion – Geburtstagskind mit schmissigem Sound

Jon Bellion - All Time Low

Jon Bellion – All Time Low

Man möchte ihm gratulieren, dem amerikanischen Sänger Jon Bellion. Wird er doch heute 26 Jahre alt. Und als reiche ihm sein Geburtstag zum feiern nicht, hätte er dieses Jahr noch weitaus mehr Gründe dafür. Wurde doch im Sommer sein Debütalbum The Human Condition veröffentlicht und mit der Leadsingle All Time Low gleichzeitig ein Ohrwurm, der sich gewaschen hat. So erinnert Bellion auf All Time Low ein wenig an College-Sounds, Adam Lambert und Owl City. Da gibt es einen Chor, eingängige Beats und einen festsetzenden Refrain. Mit einer Mischung aus Pop, Hip-Hop und Singer/Songwriter wagt sich Bellion an eine Musikmischung, die zuletzt Mitte der 2000er erfolgreich war und momentan gerade wieder vereinzelt aufflammt. Damit ist All Time Low eine starke, erste Single.

Honne – eine Band für einen Abend

Honne - Good Together

Honne – Good Together

Es gibt da diese Vorstellung. Einmal mit seiner großen Liebe in einem teuren New Yorker Restaurant zu sitzen und eine Band spielen zu hören, die den ganzen Abend beeinflussen kann. Was sich nach amerikanischem Schnulzenkino anhört, könnte mit den Briten von Honne Wirklichkeit werden. Könnten doch ihre Songs nicht passender klingen. Da kommen Jazz-Elemente genauso vor wie Soul und ein Hauch Pop. Mit ihrer neuen Single Good Together besingen sie dann auch die Liebe zweier Menschen. Das machen sie auf solch erotisch, warmherzige Art, dass man eigentlich gar nicht mehr in das New Yorker Nobelrestaurant möchte, sondern gleich in die Suite im 30 Stock. Honne klingen nach modernem Soul und Jazz und haben mit der elektronischen Note gleich noch Fans in fremden Gewässern gefunden. So ist auch das komplette, im Sommer veröffentlichte Album, Warm On A Cold Night nur wärmsten zu empfehlen. Aber jetzt lasst Euch erstmal von Good Together streicheln.

She & Him – Frohe Weihnachten

She & Him - Winter Wonderland

She & Him – Winter Wonderland

She & Him waren schon immer ein ganz besonderes Duo. Er – Matthew Stephen Ward macht seit mehr als 17 Jahren Musik und hat bereits sieben Studioalben veröffentlicht. Darüber hinaus ist er in der Folk-Supergroup Monsters of Folk. Sie – Zooey Deschanel ist eine erfolgreiche Schauspielerin mit Golden Globe Nominierungen und hat nebenher noch so einige Musikprojekte wie She & Him, bei dem sie vorrangig den Gesang beisteuert. In den letzten Jahren hat sich bei dem amerikanischen Duo so eine Art Tradition entwickelt und so bringt das Duo mittlerweile in einer Regelmäßigkeit Weihnachtssongs raus. Dieses Jahr haben sie mit Christmas Party ihr zweites Weihnachtsalbum veröffentlicht. Darauf enthalten ist die Single Winter Wonderland, das 1934 geschrieben und seitdem mehr als 200 mal gecovert wurde. Die wohl bekannteste Version haben die Eurythmics 1987 veröffentlicht. She & Him haben diesen Song nun allerdings gänzlich traditionell und mit Gitarre arrangiert. Dabei singt Zooey Deschanel mit einem verschmitzten Lächeln, welches man in jedem Wort hören kann. Nicht zu verachten ist dann auch das Musikvideo – feiern hier doch drei Hunde, allesamt Möpse und in verschiedensten Outfits, Weihnachten in den Bergen. Und so ist die Gratwanderung, die She & Him so perfekt zwischen Ironie und Erhabenheit beherrschen bei Winter Wonderland in jeder Songzeile und mit jedem Ton zu hören.

Wilkinson feat. Karen Harding – Urlaub vom Ex

Wilkinson feat. Karen Harding - Sweet Lies

Wilkinson feat. Karen Harding – Sweet Lies

Bereits vor drei Jahren hatten Wilkinson, aus Großbritannien, mit Afterglow einen Hit gelandet. Kein Wunder, war zu dieser Zeit doch gerade Drum’n’Bass das Maß aller Dinge in Großbritannien. Mit Too Close, Half Light und Dirty Love folgten schließlich weitere Hits. Für ihr zweites Album Hypnotic, dass 2017 erscheinen soll, haben Wilkinson nun mit Karen Harding als Gastsängerin den Song Sweet Lies veröffentlicht. Besticht Sweet Lies durch einen, für Wilkinson typischen, Mix aus Drum’n’Bass und Dustep singt Harding mit ihrer klaren Stimme regelrecht dagegen an. Harding selbst hatte es 2015 mit Say Something sogar in die Top-10 geschafft. Nun haben sich beide Acts für Sweet Lies zusammengeschlossen und damit einen Song produziert, der ein Gefühlschaos auslösen könnte. Hält Hardings, fast schon melancholischer, Gesang doch Wilkinsons schnellem Beat stand und sorgt so für einen aufregenden Kontrast. Damit ist Sweet Lies am Ende sogar passend für den Abend im Club, als auch für den, alleine auf der Couch.

The Best Of 2016 Vol.: 12

The Best Of 2016 Vol.: 12

The Best Of 2016 Vol.: 12

 
01. All The Luck In The World – Never

02. Fickle Friends – Brooklyn

03. Fakear – Le Loup

04. Biffy Clyro – Re-Arrange

05. Jain – Makeba

06. Bear’s Den – Berlin

07. Kaind – Schatten Im Wald

08. Blossoms – Blown Rose

09. Kungs feat. Ephemerals – I Feel So Bad

10. Robbie Williams – Love Me Life

11. BOA – Pharaoh

12. Liam X feat. Egon Holz – Herbst

13. Kölsch – Grey

14. Chase & Status feat. Tom Grennan – All Goes Wrong

15. Pictures From Nadira – Nadira

16. Alessia Cara – Scars To Your Beautiful

17. Kideko & George Kwali feat. Nadia Rose & Sweetie Irie – Crank It (Woah)

18. Emiliana Torrini & The Colorist – When We Dance

19. Møme feat. Merryn Jeann – Aloha

20. San Cisco – SloMo

21. Sigma feat. Birdy – Find Me

22. Wincent Weiss – Musik Sein

Vianney – La Chanson de la grande amour

Vianney - Je m'en vais

Vianney – Je m’en vais

Gesungener Text auf Französisch hat seit jeher seine ganz eigene Wirkung. Da gibt es die Pop-Hymnen, die uns mit ihren Ohrwürmern packen. Aber auch die Balladen, die immer wieder mal bei uns erfolgreich sind. Der 25 jährige Franzose Vianney Bureau, der sich schlicht Vianney nennt, hat gerade so eine Ballade veröffentlicht und damit den Sprung in die französischen Top-10 geschafft. Ist der Vater Sänger und Gitarrist, hat es Vianney bereits mit 12 Jahren zum Songschreiben gebracht. Nachdem er ein Modestudium absolviert hatte, begann er immer mehr Zeit für die Musik aufzubringen, um es schließlich mit seinem, 2014 veröffentlichten, Album Idées blanches auf Anhieb bis in die Charts zu schaffen. Nun hat er Anfang Dezember sein zweites Album Vianney herausgebracht und mit Je m’en vais auch eine große Ballade. So singt Vianney davon, wie sehr er an einer großen Liebe hängt und in Kauf nehmen würde, der Schuldige zu sein – nur, um sie zurückzubekommen. Dabei zeigt er im Video alle Arten von Liebe. Von der einer Mutter/Tochter-Beziehung über die, zwei bester Freunde, die sich für Jahre aus den Augen verloren hatten, bis zu zwei alten und gebrechlichen Menschen, die wieder zu einander finden. Singt Vianney anfangs mit einer zerbrechlichen Stimme, wird er im Laufe des Songs stärker und wächst mit dem anschwellenden Sound mit.  Je m’en vais ist der richtige Song für die Vorweihnachtszeit und hat genug Wärme, um auch hierzulande zum Hit zu werden.