Silbermond – Wenn Sehnsucht zur treibenden Kraft wird

Silbermond - Das Leichteste Der Welt

Silbermond – Das Leichteste Der Welt

Zwei Bands. Immer wieder miteinander verglichen. Als Konkurrenzkampf dargestellt. Das sind Silbermond und Juli. Doch was vereint diese Bands wirklich? Von all den vermeintlichen Rivalitäten, die wohl nie existierte, vereint die beiden Bands ein ganz besonderer Sound. Singen sowohl Silbermond, als auch Juli in ihren Texten über Sehnsüchte, tiefe Empfindungen und haben dabei immer einen Unterton, der Aufbruch signalisiert. So schaffen es die beiden Bands, den Hörer zu greifen und zu begeistern. Das beste Beispiel hierfür zeigt uns dieser Tage Silbermond, die mit ihrer dritten Singleauskopplung ‚Das Leichteste Der Welt‘ über das Gefühl singen, seine ehemalige große Liebe glücklich mit einem anderen Partner zu sehen. Dieses Gefühl, selbst noch zu hoffen, dass alles wieder gut wird und doch vor Augen gehalten zu bekommen, wie das Glück den anderen erreicht. Wohl jeder hat dieses Gefühl schon einmal erlebt und diesen Moment, der Reflektion, in dem man gezeigt bekommt, wo man gerade steht. Und genau dieses Gefühl beschreiben Silbermond auf ‚Das Leichteste Der Welt‘ so treffend und spielen dabei einen so intensiven und doch ruhigen Sound, dass das Gefühl der Sehnsucht hier mit voller Wucht zuschlägt.

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How to Dress Well – Ins Reine kommen

How to Dress Well - Care

How to Dress Well – Care

How to Dress Well – so nennt sich der 31 jährige, aus Chicago kommende, Sänger Tom Krell. Unter seinem Pseudonym begann er 2009 seine Musik über seinen Blog zu veröffentlichen. Heute, sieben Jahre später, steht er bereits vor der Veröffentlichung seines vierten Studioalbums ‚Care‘. Damit verbunden ist die erste Singleauskopplung ‚Lost Youth/Lost You‘, die so unglaublich entspannt klingt und ständig zwischen dem Gefühl des Zerbrechens und des Aufbruchs schwankt. Mit seinem leichten Elektro- , Ambient-Sound und einer Prise Singer/Songwriter klingt How to Dress Well nach entspannter und stets ambitionierter Musik. Doch ist ambitioniert hier nicht negativ gemeint, sondern viel mehr darauf bezogen einen möglichst organischen Song zu erschaffen. Dies ist How to Dress Well zu 100 Prozent gelungen. Darum lehnt Euch zurück und lauscht dem Song ‚Lost Youth/Lost You‘.

How to Dress Well - Lost Youth/Lost You

How to Dress Well – Lost Youth/Lost You

Roony feat. Soko – Frohsinn trifft auf die Antihaltung.. eigentlich

Rooney feat. Soko - Why

Rooney feat. Soko – Why

Das ist wohl eine der spannendsten Kollaborationen des Jahres. Rooney, der mittlerweile zum Solokünstler geschrumpft ist aber als amerikanische Gute-Laune-Band, 2007 mit ‚When Did You Heart Go Missing‘ einen Hit landete, hat sich mit der in Los Angeles lebenden Französin Soko zusammengetan. War Soko jahrelang für ihren süßen aber textlich bitteren Popsong ‚I’ll Kill Her‘ bekannt, schaffte sie es 2014 durch ein virales Video, dass mit ihrem Song ‚We Might Be Dead by Tomorrow‘ unterlegt war, bis auf Platz 9 der amerikanischen Billboard Charts. Nun haben sich Rooney und die sonst so ruhige Soko getroffen, um einen Song zusammen aufzunehmen, der nicht frischer klingen könnte. ‚Why‘ ist der perfekte Sommersong den man im Schwimmbad, am Strand, im Cabrio auf einer Landstraße oder mit Freunden um die Häuser ziehend hören möchte. Dabei singen Rooney und Soko so leidenschaftlich, dass man nicht anders kann, als sich in die beiden zu verlieben. Also nicht verpassen und laut aufdrehen!

Glass Animals – Größer als je zuvor

Glass Animals - How To Be A Human Being

Glass Animals – How To Be A Human Being

Vor knapp vier Jahren sprangen die Briten von Glass Animals in das Haifischbecken der Musikindustrie, veröffentlichten Sie doch mit den EP’s ‚Leaflings‘ (2012) und ‚Glass Animals‘ (2013) Aufnahmen, die sehr wohlwollend aufgenommen wurden. So folgte nur ein Jahr später das Debütalbum ‚Zaba‘ und erste Chartpositionen. Konnten sie in ihrem Heimatland Großbritannien noch keine Chartnotierung erreichen, schafften sie es in Australien bis auf Platz 12. Was folgte waren unzählige Konzerte und Liveauftritte auf Festivals in Europa und weltweit. Nun ist das Quartett mit einem neuen Album zurück, welches am 26. August veröffentlicht wird und ‚How To Be A Human Being‘ heißen wird. Mit ihrer zweiten Singleauskopplung ‚Youth‘ setzten sie hinter ihren Sound, der aus vielen Genres wie Hip-Hop, Rock, Indie, Electronic und Phsechedelic-Pop zusammengesetzt ist, ein Ausrufezeichen. Klingt ‚Youth‘ doch genau nach dieser Mischung. So gibt es betörende Hintergrundarrangements, die orientalisch klingen und singt Dave Bayley gleichzeitig mit einer fast schon hauchend, hohen Stimme, dass ‚Youth‘ zu einer neuen Indie-Hymne avancieren könnte. Wenn hier keine Chartsplatzierung in den britischen Albumcharts rausspringt, haben die Briten ihr Gespür für gute Musik verloren.

Glass Animals - Youth

Glass Animals – Youth

Emma Louise – Liefert hochwertig ab

Emma Louise - Talk Baby Talk

Emma Louise – Talk Baby Talk

Mit Ihrer Debütsingle ‚Jungle‘ blieb der Australierin Emma Lousie 2011 noch der große Durchbruch verwehrt. Sollten es doch noch zwei weitere Jahre dauern, bis ‚My Head Is A Jungle‘ – die Remixversion des Berliner DJ’s Wankelmut – durch die Decke ging. Und so landete Louise 2013 europaweit in den Charts. Nun ist die 25 jährige Sängerin mit dem Album ‚Supercry‘ zurück, dass dieser Tage veröffentlicht wurde. Darauf enthalten ist die zweite Single ‚Talk Baby Talk‘, die Louise mit einer reifen Stimme zeigt. Klang sie auf ihrem 2013er Debütalbum stimmlich noch eher mädchenhaft, ist auf ‚Talk Baby Talk‘ eine deutliche verändern, hin zu einer erwachsenen Louise, zu erkennen. Musikalisch liegt ‚Talk Baby Talk‘ irgendwo zwischen einem dunklen Housetrack und der Intimität einer Agnes Obel. So wird ‚Talk Baby Talk‘ zu einem hypnotischen Song, der im richtigen Moment die Gänsehaut hochtreiben kann.

Bud – Sie gibt uns den Sommer

Bud - City Bird

Bud – City Bird

Großbritannien ist nicht gerade für einen warmen und sonnigen Sommer bekannt. Umso verständlicher ist es, dass die Briten dies durch andere Faktoren auszugleichen versuchen. Die junge Sängerin Bud aus Nottingham ist da schon auf einen ganz guten Weg. Ist ihre Debütsingle ‚City Bird‘ doch eine Reggae-Pop-Nummer, die mit einer gewissen Entspanntheit durch die Lautsprecher tönt. So, ein wenig an Lily Allen erinnert, klingt ‚City Bird‘ definitiv nach Sommer und nach ein paar Drinks abends im Freien. Dies ist gleichzeitig dem ebenfalls in Nottingham lebenden Reggae-Produzenten Origin One zu verdanken, der ‚City Bird‘ in dieses Slow-Pop-Gewandt gelegt hat. Noch ohne eigenen Plattenvertrag hat Bud ihr erstes offizielles Musikvideo zu ‚City Bird‘ allein durch Crowdfunding finanziert und sich so einen Traum erfüllt. Völlig in Eigenregie ist so ein wundersames und irgendwie typisch britisches Musikvideo entstanden. Die dazugehörige EP ‚City Bird‘ gibt es ab sofort als Download zu kaufen. So könnte Bud’s ‚City Bird‘ mit etwas Glück zu einem moderaten Sommersong avancieren.

Hinds – Wenn Spanien Indie-Rock macht

Hinds - Warts

Hinds – Warts

Wenn Bands aus Spanien Indie-Rock machen, wird es immer spannend – klingt diese Art des Indie-Rocks doch deutlich anders als die aus Großbritannien. Bei den Spaniern von Hinds ist es nicht anders. Die Songs klingen immer, als gäbe es eine ganz bestimmte Schablone für Rock aus Spanien. Vorreiter sind hier vor allem Frauen. Und so besteht Hinds dann auch aus den vier Frauen Carlotta Cosials, Ana García Perrote, Ade Martín und Amber Grimbergen. Mit ihrem Sound zwar schon seit vier Jahren live zu sehen, haben sie erst dieses Jahr im Januar ihr Debütalbum ‚Leave Me Alone‘ veröffentlicht. Darauf enthalten ist die Single ‚Warts‘, die übersetzt Warze heißt und die Band mit einer Mischung aus Girl-Grrr- und Indie- Sound präsentiert. So ist ‚Warts‘ zwar melodisch, hat aber auch mit den kratzigen Stimmen der beiden Frontsängerinnen Cosials und Perrote viele Kanten. Mit diesen Kanten sieht es nicht schlecht aus, die Band in einigen Jahren auf deutschen Rock-Festivals zu entdecken. Also klickt den Play-Button an und kommt mit ‚Warts‘ auf den ersten Geschmack.

Kiara Nelson – kühler Pop aus Helsinki

Kiara Nelson - Cool My Rush

Kiara Nelson – Cool My Rush

Fernab der großen Popikonen wie Katy Perry, Lady Gaga und Ariana Grande gibt es auch immer mehr Underdog-Sängerinnen, die mit einer unkonventionellen Art Pop-Musik machen. Da kann man Kiiara, Wafia und auch Dua Lipa nennen. Kommen diese drei Sängerinnen aus den USA, Australien und Großbritannien, vereint die in Helsinki lebende Sängerin Kiara Nelson gleich drei Nationalitäten in sich. Hat sie doch nicht nur Finnische, sondern auch Schwedische und Amerikanische Wurzeln. Mit ihrer Debütsingle ‚Cool My Rush‘ klingt Nelson, die gerade einmal 18 Jahre alt ist, bereits, als hätte sie schon einen ganz genauen Plan davon, wie ihr Sound klingen soll. Mit einem bassgeladenen Popsong vereint sie den Pop einer Zara Larsson und die mystische Stimmung des Debütsongs ‚Be The One‘ von Dua Lipa. Sicherlich, schaut man sich aktuell den Erfolg der beiden Damen an, nicht die schlechteste Richtung. Nelson, die momentan im Studio ihr Debütalbum aufnimmt ist also definitiv eine Sängerin, die man im Auge behalten sollte.

The Avalanches – Die Könige des Feel-Good-Vibes sind zurück!

The Avalanches - Subways

The Avalanches – Subways

Wer kennt ihn nicht, den Song ‚Since I Left You“ der Australischen Band The Avalanches?! Für all diejenigen, die gerade nichts mit dem Titel anfangen können, sei ein kurzer klick auf https://www.youtube.com/watch?v=aUyKdaNKHzo empfohlen. Dieser Song schaffte es 2000 in die Ohren eines jeden Musikhörers. Man kam schlichtweg einfach nicht drum herum. Hatte die Band aus Melbourne damals ihr Debütalbum ‚Since I Left You‘ veröffentlicht, sollte es auch das einzige Album ihrer Bandgeschichte bleiben – bis heute. Denn auch wenn The Avalanches lange 16 Jahre keine neuen Songs veröffentlicht hatten, waren sie nie weg. Und so kam nun mit ‚Wildflower‘ am 8. Juni ihr Nachfolgealbum raus, welches die Single ‚Subways‘ beinhaltet. ‚Subways‘ schließt nahtlos an den Song ‚Since I Left You‘ an und sorgt durchgehend für gute Stimmung. Mit frechem Gesang, abwechselnden Beats und dem typischen ‚Dosenklang‘ schaffen The Avalanches auch 16 Jahre nach ihrem großen Hit eine Punktlandung und bleiben ihrem Sound treu. Doch sei dazu gesagt, dass das Album ‚Wildflower‘ weitaus breitgefächerter klingt als ‚Subways‘ es vermuten lässt und ein reinhören allemal wert ist.

Jacob Collier – Genie und Autodidakt mit 21 Jahren

Jacob Collier - Hideaway

Jacob Collier – Hideaway

Er scheint wie aus einem Buch zu stammen – der Werdegang des britischen Musikers Jacob Collier. Ist er gerade einmal 21 Jahre alt, kommt er aus London, ist Sohn einer Violinistin und Dirigentin und fühlt Musik wie andere Wind auf der Haut. Dies kommt nicht nur vom musikalischen Elternhaus, sondern auch von seinem autodidaktischen Lernstil. So brauchte Collier nie Musikunterricht und brachte sich all seine Instrumente selbst bei. Mit seinen dazugehörigen Videoclips konnte er so, schnell die Marke von 1 Million Klicks knacken und machte Künstler, deren Songs er neu interpretierte, auf sich aufmerksam. Vor einigen Monaten hatte er es dann bis zu einem Plattenvertrag gebracht und vor knapp zwei Wochen sein Debütalbum ‚In My Room‘ veröffentlicht. Auf dem Jazz-Album enthalten ist die Single ‚Hideaway‘, die durch Mehrstimmigkeit, Multi-Instrumentalität und wechselnden Musikstilen für Begeisterungsstürme sorgt. Nicht zu vergessen ist die wunderschöne, warme Stimme des Briten. Erinnert sie doch besonders bei den tiefen Tönen an Antony Hegarty und changiert zwischen Pop, Jazz und Soul. So ist der 7-Minütige Song eine Art Mikrokosmos Collier’s und könnte nicht besser gewählt sein, um seinen Sound zu beschreiben. Bei Collier regiert die Abwechslung und Überraschung. Und wer lässt sich nicht gerne überraschen?!