Agnes Obel – Die schüchterne Dänin ist zurück!

Agnes Obel - Familiar

Agnes Obel – Familiar

2009 stand in ihrem Zeichen. Mit dem Song ‚Just So‘ hatte Agnes Obel, aus Kopenhagen, es geschafft, sich in die Herzen viele Liebhaber ruhiger Musik zu spielen. Mit ihrer klaren Stimme und dem liebevoll arrangierten Sound kamen auch Songs wie ‚Riverside‘ und ‚Fuel To Fire‘ an. Nun kommt die Dänin mit ihrem dritten Album zurück und zeigt mit der ersten Single ‚Familiar‘, dass sie weiterhin auf klare Strukturen und reine Sounds setzt. Spannend zu hören ist, dass Obel im Duett mit sich selbst singt. Ist es doch ihre Stimme, die man anfangs vielleicht als männlichen Gesangspart wahrnimmt, die durch eine Bearbeitung tiefer aufgenommen wurde. Wunderschön verträumt präsentiert sie sich mit Streichern und Klavier und so klingt ‚Familiar‘ genau nach dem, was der Titel sagt – familär. Agnes Obel ist wahrlich eine Oase der Musikindustrie, die partout nicht in die Hektik des Business passen will.

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White Lies – Auf den Spuren Joy Divisions

White Lies - Take It Out On Me

White Lies – Take It Out On Me

Nun ist es raus! Die erste Single zum vierten Album der White Lies. ‚Take It Out On Me‘ klingt so vielversprechend, dass man sich fast an ihr Debütalbum zurück erinnert fühlt. Ist doch Harry McVeigh stimmlich wieder einen Schritt zurück zu den Anfängen der White Lies gegangen und singt schneller und voller Druck. Musikalisch wandeln die White Lies mit ‚Take It Out On Me‘ auf den Spuren von Joy Division. Klingt der Song doch nach Post-Punk und Indie-Rock und überzeugt mit einem schnellen Taktwechsel sowie viel Gitarrensound.
‚Take It Out On Me‘ ist die erste Single aus dem, am 7. Oktober erscheinenden, vierten Album ‚Friends‘. Hatten sie bisher alle zwei Jahre ein neues Album veröffentlicht, zögerten die drei Briten es nun drei Jahre hinaus.
Sollte das Album so klingen wie ‚Take It Out On Me‘, dann haben die White Lies das vielleicht beste Album ihrer Bandgeschichte produziert. Doch dies bleibt abzuwarten. Und so werden wir uns noch dreieinhalb Monate gedulden müssen. Bis dahin hilft uns ‚Take It Out On Me‘ über die Zeit.

White Lies - Take It Out On Me

White Lies – Take It Out On Me

Bear’s Den – das zweite Album naht

Bear's Den - Auld Wives

Bear’s Den – Auld Wives

Mit ihrem Debütalbum ‚Islands‘ haben sich die Londoner von Bear’s Den in die Herzen der Folk- und Alternativefans gespielt. Waren doch Songs wie ‚Agape‘, ‚Above The Clouds Of Pompeii‘ und ‚Elysium‘ so wunderbar verletzlich. Nun kommt am 22. Juli ihr zweite Album ‚Red Earth & Pouring Rain‘ auf den Markt. Als erste Single haben Bear’s Den ‚Auld Wives‘ veröffentlicht, der sich nach Wehmut, Stärke, Zerbrechlichkeit, Aufbruch und aufrichtige Liebe anhört. Sie sind ruhiger geworden, haben aber dennoch einen satteren Sound als es die ersten Singles ihres Debüts hatten. Es klingt stimmiger und voller und lässt ‚Auld Wives‘ so noch mächtiger klingen. Lässt man sich auf ‚Auld Wives‘ ein, nimmt es einen mit in die Welt der reinen Gefühle. Stärke muss nicht etwa brachial daherkommen. Bear’s Den zeigen, dass dies auch auf ruhige Art funktioniert.

Bear's Den - Auld Wives

Bear’s Den – Auld Wives

 

Shura – verträumt bis fröhlich

Shura - What's It Gonna Be

Shura – What’s It Gonna Be

Jetzt wird es ernst. Aleksandra Lilah Denton alias Shura hatte in den letzten drei Jahren hart dafür gearbeitet, einen Plattenvertrag zu bekommen – und es schließlich geschafft. Mit ‚Touch‘, ‚2 Shy‚ oder ‚Indecision‚ hatte die Britin aus Manchester 2014 für einen regelrechten Blogger-Hype gesorgt. Auch hier auf Soundtrack-of-my-life.com konntet Ihr Shura’s Werdegang von Anfang an verfolgen. Anfang 2015 wurde sie bereits zu einem der Acts des BBC Sound of 2015 gewählt, doch fehlte der zündende Schritt. Mit ihrem Album ‚Nothing’s Real‘, das am 8. Juli veröffentlicht wird, geht sie diesen Schritt. Passend dazu veröffentlicht Shura mit ‚What’s It Gonna Be‘ nun eine neue Single, die gleichzeitig bereits die sechste Singleauskopplung des langerwarteten Debütalbums ist.

‚What’s It Gonna Be‘ ist eine wahnsinnig sympathische Synthiepopballade, die nur so mit 80er-Jahre Verweisen vollgestopft ist. Da werden nicht nur die bildlichen Stilelemente und Verweise auf den Serienhelden Alf und der typischen 80er-Kleidung aufgegriffen, sondern klingt auch der Sound nach einer Mischung aus Madonna, Kylie Minogue und Haim. ‚What’s It Gonna Be‘ ist eine lebensbejahende Pophymne mit einem ganz großen Lächeln und einer ebenso warmen Botschaft. Shura – der Fleiß wird belohnt!

Mumford & Sons feat. Baaba Maal, The Very Best & Beatenberg – Vampire Weekend trifft auf The Lumineers

Mumford & Sons feat. Baaba Maal, The Very Best & Beatenberg - Wona

Mumford & Sons feat. Baaba Maal, The Very Best & Beatenberg – Wona

Es ist eine der Kollaborationen des Jahres! Die britischen Folkriesen von Mumford & Sons haben in Johannesburg mit Künstlern der südafrikanischen, senegalesischen,  Musikszene ein paar Songs aufgenommen. Herausgekommen ist ein starker Song, der Afrobeats, Weltmusik, Rock- und Folkelementen vereint und ein unglaubliches Tempo vorlegt. Gehören Beatenberg aktuell zu den angesagtesten Indie-Bands Südafrikas, singt der senegalesische Künstler Baaba Maal seit mehr als 27 Jahren in seiner der Sprache Pulaar. Gemischt und produziert wurde der Song ‚Wona‘ dann auch vom Londoner DJ- und Produzenten-Trio The Very Best, dass sich auf Afro- und malawische Beats fokussiert. So ist ‚Wona‘ Folk, Dance, Weltmusik und Indie in einem und zeigt die unglaubliche Spiellust der einzelnen Künstler.

Mumford & Sons feat. Baaba Maal, The Very Best & Beatenberg - Wona

Mumford & Sons feat. Baaba Maal, The Very Best & Beatenberg – Wona

Usher – Die Überraschung des Jahres

Usher - Crash

Usher – Crash

Es ist das Jahr der großen Veränderungen in der Musiklandschaft. Viele Bands und Musiker verspüren den Drang sich zu verändern, neuem aufgeschlossen zu sein. So haben zuletzt Acts wie Alicia Keys, die Kaiser Chiefs oder Tom Odell mit deutlich verändertem Sound eine Neuausrichtung ihres Genres gewagt.

Dazustoßen kann nun US-R&B-Star Usher, der zuletzt mit Eurodance und EDM-Featurings eher für seichte Musik gesorgt hatte. Durch Kollaborationen mit den omnipräsenten Künstlern wie Pitbull und will.i.am verspielte sich Usher bei vielen R&B-Fans die Gunst und konnte dadurch seit sechs Jahren keinen einzigen Nummer-Eins-Hit mehr feiern. Dies soll sich nun ändern. So veröffentlicht der mittlerweile 37 jährige Amerikaner mit ‚Crash‘ einen modernen R&B-Song, der mit seiner hohen Stimme brilliert und durch einen reduzierten Sound überzeugt. Zu hören ist ein, auf seine Stärken konzentrierter, Usher, der mit einem klaren und starken Beat, der zum aktuellen Trend des Tropical-R&B-Sounds tendiert, zurück ins Gedächtnis der Fans gelangt, die ihm einst blind folgten. So ist ‚Crash‘ ein frischer und erwachsener Song, der Usher wohl viel Kritikerlob zukommen lassen wird.

Dusky – Moderner Rave lässt uns erinnern

Dusky - Ingrid Is A Hybrid

Dusky – Ingrid Is A Hybrid

Sie kommen aus London, sind zu zweit und haben, mit ‚Stick By This‘, 2011 bereits ein Album veröffentlicht. Es wird also Zeit für neues Material. Waren Dusky auf früheren Songs stets im House und Techno zu Hause, wagen sie sich mit ihrer neuen Single ‚Ingrid Is A Hybrid‘ mehr zum Trance und Rave hin. Dies lässt an die großen Zeiten der Loveparade, Ende der neunziger Jahre, erinnern, wo lange Sets, immer wiederkehrende Vocals und weite Synths dominierten. Bei Dusky steh die Soundästhetik ganz weit oben, was auch die Frage nach einem neuen Album beantwortet. Sind die beiden mit dem Resultat zufrieden, werden sie eine Albumveröffentlichung verkünden. Auf ‚Ingrid Is A Hybrid‘ passt zumindest das Schema einer endlosen Nacht perfekt und lässt einen unermüdlich tanzen.

Sigur Rós – die große Sprachlosigkeit ist zurück.

Sigur Rós - Óveður

Sigur Rós – Óveður

Viel hat sich getan, bei den isländischen Musiktüftlern von Sigur Rós. Sind doch seit ihrem letzten Album ‚Kveikur‘ nicht nur drei Jahre vergangen, sondern ist die Band seitdem auch zu einem Trio geschrumpft. Doch das diese unscheinbare und so gar nicht in die Populärmusik passende Band im Mainstream angekommen ist, zeigte nicht zuletzt eine Folge der Simpsons, in der sie einen Gastauftritt hatten. Der Reiz Sigur Rós‘ liegt weiterlesen

MØ – Dänemark geht um die Welt

MØ - Final Song

MØ – Final Song

Nach Lukas Graham und Major Lazer’s Song ‚Lean On‘ ist klar, dass Dänemark auch für internationalen Pop steht. Sicherlich kein Einzelfall aber doch selten, schaffen es Bands aus dem kleinen Land in der letzten Zeit immer wieder auf die oberen Chartränge. Mit MØ, alias Karen Marie Aagaard Ørsted Andersen, schafft es allerdings eine ganz besondere Künstlerin auf die vordersten Ränge. Ist sie doch das Gegenstück zum alltäglichen Popzirkus und zeigt, dass unkonventionelle weiterlesen

Big Scary – Australiens Alternative-Chiller

Big Scary - Over Matter

Big Scary – Over Matter

Sie kommen aus Melbourne und machen seit zehn Jahren eine Mischung aus Indie, Garage, Elektro und Alternative Musik. Diese vier Genres mischen Joanna Syme und Tom Iansek so spielerisch zusammen, dass man sich nach einem neuen Genrenamen umhören möchte. Mit ‚Over Matter‘ veröffentlicht das Duo Big Scary nun die erste Single aus ihrem neuen Album ‚Animal‘. Gesanglich irgendwo zwischen Hauchen, Falcett und tiefer, eindringlicher Stimmlage, singt Iansek auf einem treibenden und regelrecht, belebenden Beat von Syme. Hinzu kommt, dass Syme selbst in einer, fast in Gedanken versunkenen, Art die Lyrics singt, dass man fast hypnotisiert lostanzen möchte. Nach knapp vier Minuten setzt dann ein melancholisches Saxophone ein und untermalt die Bandbreite von ‚Over Matter‘. So sind die knapp sechseinhalb Minuten, die uns Big Scary hier präsentieren so typisch wie verzaubernd. Ist ‚Over Matter‘ doch als entspannte Hymne zu sehen, bei der man sich fallen lassen kann und einfach nur zum Träumen animiert wird.