Darkness Falls – mystisch, dunkel und interessant

Was eine viel zu kurze Beschreibung des, aus Kopenhagen kommenden, Duos wäre, passt dennoch wie die Faust auf’s Auge. Ist doch ihre aktuelle Single ‚Night Games‘ genau das; dunkel, mystisch und zieht einen regelrecht an. So singt Josephine Philip so hauchend und zurückhaltend, dass Ina Lindgreen fast schon Gefahr läuft sie zu übertönen. Doch all das ist vollkommen unbegründet, ist doch auf ‚Night Games‘ alles so stimmig und aufeinander abgestimmt, dass man einfach nur dem Song zuhören möchte.

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Philipp Dittberner – Einer dieser Künstler

Es begann vor knapp anderthalb Jahren, als Philipp Dittberner und Marv den Song ‚Wolke 4‘ auf Soundcloud einstellten. Binnen kürzester Zeit ging der Song durch die Decke und wurde schließlich auf den Jugendwellen der ARD gespielt. Am Ende standen Platz 7 der offziellen Singlecharts und 200.000 verkaufte Singles auf dem Blatt. Doch, dass Dittberner kein One-Hit-Wonder bleiben wollte, hört man jetzt. Hat er doch den plötzlichen Ruhm genutzt um sein Album, auf das er lange hingearbeitet hat, zu veröffentlichen.
Mit der Single ‚Das Ist Dein Leben‘ kommt er dann auch als Solokünstler zurück und präsentiert uns eine einfühlsame, ja fast schon resignierend, melancholische Hymne. Denn hinter dem eigentlich traurigem Song steckt gleichzeitig auch der Moment, in dem man aufsteht und den Balast abwirft. Und so ist dieser Song, dieser Sänger und dieses Gefühl eine treibende Kraft. Stark und stärkend – ‚Das Ist Dein Leben‘.

Rüfüs is coming home

.. so besingen es die Australier auf ihrer neuesten Single ‚Like An Animal‘. Diese ist nach ‚You Were Right‘ bereits ihre zweite Singleauskopplung aus dem sehnlichst erwarteten, zweiten Album. Doch steht für dieses Album momentan weder ein Titel, noch ein Veröffentlichungstermin fest. Es bleibt uns also vorerst nichts anderes übrig, als mit dem nun veröffentlichten ‚Like An Animal‘ die Zeit, bis zum zweiten Album, zu überbrücken. Dabei dürfte dies nicht all zu schwer fallen, ist ‚Like An Animal‘ doch einmal mehr eine große Elektronummer die den Spaß, durch die Nacht zu feiern, transportiert und mit satten Housebeats und Tyrone Lindqvist’s Stimme wunderbar harmoniert. Wie bereits bei anderen Singlevorstellungen von Rüfüs erwähnt, spielen die drei Jungs eine Art Future-Pop die einen einfach mitreißt.

Panteros666 holt Woodkid zurück!!

Panteros666 hat es geschafft den Kritikerliebling Woodkid zurück ins Studio zu bekommen. Das Ergebnis ist ein großartiger Housesong. Aber von Anfang; Panteros666, das ist der Franzose Victor Watel. Watel lebt in Lille und macht bereits seit einigen Jahren satten House. 2013 kam sein erstes Album ‚Bromance #8: Hyper Reality‘ auf den Markt. Seitdem wächst seine Fangemeinde stetig. Nun hat er sich für seinen neuesten Track den allseits beliebten und ebenso aus Frankreich kommenden Woodkid ausgesucht. Beide zusammen liefern mit ‚Clear‘ eine Bombe von Song ab. Ist der Beat sehr houselastig erkennt man klar auch Elemente aus de 90er Jahren wieder. Hinzu kommt Woodkids einzigartige Stimme. Damit schafft es Panteros666 uns einerseits zum tanzen zu bewegen um uns andererseits mit Woodkids Gesang wieder abzuholen. Hier zeigt sich einmal mehr, was für eine Ausnahmestimme Woodkid besitzt.

Shannon Saunders – Ganz in Weiß

…mit einem Blumenstrauß – möchte man fast sagen. Hat doch die Britin Shannon Saunders einen bemerkenswerten Wandel vollzogen. Von einer unbekannten Akustik-Künstlerin zu einem EDM-Act, der kurz vor seinem Durchbruch steht. Fielen ihre Songs früher nicht sonderbar auf – entschied sich Saunders vor knapp einem Jahr für einen Imagewechsel. Nun spielt sie mit weiß gefärbten Haaren und stehts weißer Kleidung auf den Bühnen weltweit und macht dabei eine Mischung aus fröhlichem Dance-Pop und markanten Housebeats. So hat sie mit dem, im August veröffentlichten Song ‚Sheets‘ bereits die neue Ausrichtung ihrer Musik verdeutlicht. Ist ‚Sheets‘ eine so wunderbar leichte Dancenummer, die sich regelrecht in die Gehörgänge fräst,
arbeite sie ganz nebenbei noch an einer Kollaboration mit dem britischen Producer Wilkinson und veröffentlicht nun mit ‚Breathe‘ einen großen Drum’n’Bass-Song. Hier wendet Wilkinson sein gewohnt schnellen Wechsel zwischen heißen Beats und markanten Melodien an und bereitet so das Klangbett für Saunders markante Stimme. Schließlich unterschrieb Saunders Ende 2014 einen Plattenvertrag und arbeitet derzeit mit Hochdruck an ihrem ersten Album.
So gibt es heute gleich zwei Songs als Vorschlag. Einmal den 12 Monate alten Song ‚Sheets‘ und den ‚Breathe‘, den Saunders zusammen mit Wilkinson aufgenommen hat.

Le Very geben uns den ganz großen Sound

Dass Berlin mehr und mehr zum internationalen Musikgigant aufsteigt, war über kurz oder lang klar. Doch dass es so schnell geht, erstaunt immer noch. Nehmen wir die Band Le Very – haben sie 2014 ihr Debütalbum veröffentlicht und auf unzähligen Konzerten gespielt, kommen sie nun mit dem wunderbar, großen Dancetrack ‚Numbers‘ zurück. Hierbei vereinen Sie verschiedenste Genres und legen diese unter einen Dance/Pop-Beat. ‚Numbers‘ ist ein tiefer, verruchter und dabei gleichzeitig großartiger wie fröhlich Song. Dabei wird man den Refrain des Berliner Kollektivs für den Rest des Tages nicht mehr los. Macht nichts – einfach nochmal hören.

Young Empires – Rock zum Entspannen

Sie sind als Band bereits seit 2009 zusammen und haben 2012 die EP ‚Wake All My Youth‘ veröffentlicht. Trotz dessen die kanadische Band Young Empires in vielen Radiostationen des Landes gespielt werden, hat es bis heute noch nicht zum richtigen Durchbruch gereicht. Doch wie sagt man im Volksmund; gut Ding will Weile haben. Und so schlängelt sich seit einigen Monaten der Song ‚So Cruel‘ durch Radiostationen, die iTunes Alternative-Charts und wird in Bekleidungsläden gespielt, was nicht der schlechteste Verbreitungsweg ist. Zur Zeit arbeiten die drei, aus Toronto kommenden, an ihrem Debütalbum und haben mit der Single ‚So Cruel‘ eine fantastische Elektro/Pop-Nummer im Gepäck. Klingt ‚So Cruel‘ entspannt und innovativ, sind darüber hinaus aber auch rockige Elemente vorhanden. Somit ist ‚So Cruel‘ eine abwechslungsreiche, stimmige Nummer, die Young Empires sicherlich noch weiter nach vorne bringen wird.

Hot Chip und die Nerds

Das Wort Nerd passt wohl am besten zu Hot Chip. Ist doch ihr Auftreten, sind die Musikvideos doch immer speziell. Zuletzt von der Tonqualität ihres Auftrittes auf dem Lollapaooza Festival in Berlin etwas enttäuscht, veröffentlichen sie nun mit ‚Started Right‘ die dritte Single aus ihrem sechsten Albums ‚Why Make Sense?‘. Hierbei ist ‚Started Right‘ eine eher reduziert klingende Version von ‚Ready For The Floor‘. Im Video sieht man das Model Rebeca Marcos in einem kleinen Club singen, während immer wieder kurze Comic-Clips eingespielt werden. So ist ‚Started Right‘ irgendwie cool aber dennoch anders, so passend wie schlicht, das schaffen wohl nur Hot Chip.

Sigala holt den Sommer zurück

Mit unglaublichem Vorsprung hatte sich letzte Woche der Song ‚Easy Love‘ an die Spitze der britischen Charts gesetzt. Der Künstler – ein bis dato unbekannter DJ – Sigala.
Sigala, das ist der, in London wohnende, Bruce Fiedler, der sich mit seiner Mischung aus Tropical House und Pop genau an der Musikrichtung orientiert, die gerade einen regelrechten Hype erfährt. So fährt seit längerem Duke Dumont gut mit diesem Genre. Lässt der Sound den Herbst doch für einen Moment verschwinden und holt nochmals die Sommerkeule raus. So hat Sigala zusätzlich den Jackson 5 Song ‚ABC‘ gesampelt. Mit dieser Kombination wird ‚Easy Love‘ wohl auch bald in Deutschland nach ganz vorne kommen.

Lollapalooza Berlin 2015 – Das große Unbekannte – Tag 2

Der zweite Tag auf dem Festivalgelände des Lollapalooza Festivals zeichnete sich durch eine Mischung aus absoluten Newcomern und alten Hasen aus. So ging es direkt um halb eins auf der Mainstage 2 mit den Briten von Coasts los. Hier überzeugten die fünf Jungs mit einem Sound, der auf keine kleinere Bühne gepasst hätte. Der großer, weiter Sound kam einem da schon fast selbstverständlich hervor. Noch dazu hat Sänger Chris Caines eine so markante Stimme, dass die Bekanntheit der Band bei weitem noch steigen wird. Hörte man sich Songs wie ‚Modern Love‘ und ‚Oceans‘ an, konnte man schnell erahnen wie weit es die Jungs noch bringen werden. Doch auch bei ruhigeren Songs wie ‚Lions‘ und ‚A Rush Of Blood‘ konnte Coasts überzeugen. Manchmal erschreckte es, wie professionell solche Newcomer wirken können.

Lollapalooza Berlin 2015

Lollapalooza Berlin 2015

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