Ladies & Gentlemen: The Libertines are back!

Sie waren eine der kontroversesten Indie-Bands der frühen 2000ern. Mit Pete Doherty als einen der beiden Frontmänner präsentierte sich die Band stets jenseits des guten britischen Geschmacks und fiel durch Alkohol- und Drogenexzesse sowie durch die Beziehung zwischen Doherty und Kate Moss auf. Doch ihre Musik war stets stilprägend für viele nachkommende Bands wie den Arctic Monkeys oder Razorlight. Nun, 11 Jahre nach ihrer Auflösung, haben sich Carl Barât und Pete Doherty wieder zusammengetan und veröffentlichen diesen Freitag ihr drittes Libertines Album. Die erste Single aus ‚Anthem for Doomed Youth‘ heißt ‚Gunga Din‘ und zeigt, wie leicht den beiden das Songschreiben und -produzieren immer noch von den Händen geht. So ist der Refrain so eingängig wie markant und wir im Wechsel von Doherty und Barât wiedergegeben. ‚Gunga Din‘ klingt erstaunlich aktuell und doch ganz genau so wie The Libertines 2004 aufgehört hatten. So waren sie schon damals dem Sound der Zeit weit voraus.

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Was Muse abgelegt hat greifen sich Nothing But Thieves

Essex 2012 – fünf junge Männer beschließen in die Welt zu gehen um eben diese zu erobern. Was sich anhört wie eine Phrase kommt dem Entstehungsprozess der Südenglischen Band Nothing But Thieves sehr nah. Als im September 2014 die erste Single veröffentlicht wurde, konnte noch keiner ahnen, in was für einem Tempo sie Singles nachlegen. So wurden in den letzten 12 Monaten insgesamt 7 Songs veröffentlicht und würden so sogar Rihanna vor Neid erblassen lassen. Schafften Nothing But Thieves es bereits mit der Single ‚Itch‘ zum Track des Tages beim renommierten BBC Radio One zu werden, legten sie vier Wochen später mit ‚Trip Switch‘ bereits den nächsten Kracher nach. ‚Trip Switch‘ ist die bessere Variante von Muse. Hatten sich Muse zu einer epischen Stadion-Rockband entwickelt, für die selbst Stadien schon zu klein wurden, greifen sich Nothing But Thieves genau den Teil der Musik, den Muse-Fans immer öfter vermissten – Musik die geradeheraus klingt und direkt durch die Decke geht ohne dabei Melodie und große Texte zu vernachlässigen. So ist ‚Trip Switch‘ ein fantastischer Alternative-Rocksong der zum Springen und Singen anregt und bei dem man sich bereits jetzt auf ein Konzert der Band freut.

Nun mach endlich! Roosevelt.

Man kann es eigentlich kaum noch mit ansehen – wie der Wahlberliner Roosevelt mit fantastischen Tracks um sich wirft aber bisher kein einziges Album auf den Markt gebracht hat. Allenfalls die EP Elliot kann als Nennenswerte kommerzielle Veröffentlichung genannt werden. Doch, dass es Roosevelt nicht an Material mangelt, beweist er mit der Doppelsingle ‚Hold On/Night Moves‘. ‚Hold On‘ ist hierbei ein Paradebeispiel für Roosevelts Sound. Ein treibender Beat mit verträumt, hallendem Gesang und stets das Gefühl von Frühling zwischen den Zeilen. Das ist der Roosevelt-Sound. Und nun hau endlich ein Album raus! – möchte man ihm entgegenrufen.

Roosevelt - Hold On

Roosevelt – Hold On

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Kelvin Jones wird professionell mit Call You Home

Viral ist, in den letzten Jahren, ein oft benutztes Wort geworden. Umschreibt es doch das schnelle Verbreiten von Informationen durch das Internet. Diesen Verbreitungsweg hat sich auch der, in Simbabwe geborene und seit seinem neunten Lebensjahr in London lebende Jones, ausgesucht. London lebende Sänger Kelvin Jonas ausgesucht. So postete er vor anderthalb Jahren den Song ‚Call You Home‘ auf YouTube und wurde fast über Nacht zum Hit. Mittlerweile zählt der Song über anderthalb Millionen Plays. Bemerkenswert für einen jungen Sänger ohne eigenen Plattenvertrag – bisher. Denn nun sind ausnahmslos alle großen Plattenfirmen auf ihn aufmerksam geworden und boten Jones einen Plattenvertrag an. Mit diesen Angeboten als Stärkung konnte er schlußendlich auch seine Eltern davon überzeugen, sein Studium zu schmeißen und es ernsthaft mit der Musik zu versuchen. Four Music war dann schließlich auch seine Wahl des Plattenlabels, was erstaunt. Ist Four Music doch ein von den Fantastischen Vier gegründetes Label mit Sitz in Berlin. So ist es zu erklären, dass gerade jetzt, wo ‚Call You Home‘ ein richtiges Musikvideo bekommen hat und in wenigen Tagen das Album veröffentlicht werden soll, überall von Jones zu hören ist.
‚Call You Home‘ ist ein wunderbares Feel-Good-Lied das herzlich und warm rüberkommt und durch Jones ebenso warme Stimme überzeugt. Man könnte meinen, man säße neben Jones am Lagerfeuer während er ‚Call You Home‘ singt.

Kelvin Jones - Call You Home

Kelvin Jones – Call You Home

New Order trifft Softcell – Das ist Kaparta mit Break Through

Vor fünf Monaten hatte der dänische DJ und Produzent Kaparta seinen ersten Track ‚Let Us Hear‘ veröffentlicht und positive Kritiken von allen Seiten erhalten. Wurde ‚Let Us Hear‘ selbst in die Sendung ‚Unsigned‘ des Radiosenders Fritz gespielt stehen aktuell gesunde 33.000 Klicks auf seinem Soundcloud-Ticker. Nun hat Kaparta einen neuen Track veröffentlicht der einem dermaßen vom Hocker haut, wie man es nicht für möglich gehalten hat. War ‚Let Us Hear‘ eine entspannte Sommerhymne zelebriert ‚Break Through‘ die Nacht. Hier treffen New Order auf Softcell und lassen den guten Sound der 80er mit einem gewaltigen Rhythmus und massiven Bass so unglaublich tanzbar klingen, dass man gar an einem Dienstagabend den Club entern möchte. Wie bei seiner Debütsingle singt Kaparta auch auf ‚Break Through‘ selbst und das verrucht und ekstatisch zugleich. ‚Break Through‘ ist schlicht ein unglaublicher Clubhit!

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The Best Of 2015 Vol.: 06

Schlag auf Schlag, kommen hier die Playlisten 5 und 6

The Best of 2015 Vol. 06

The Best of 2015 Vol. 06

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Paul Smith – als Gefeierter auf Solopfaden

Paul Smith wird vielen wohl eher als Frontsänger der britischen Indie-Rock Band Maxïmo Park ein Begriff sein. Hat Smith mit ihr doch bereits fünf Alben veröffentlicht und war zuletzt mit ‚Too Much Information‘ in einen doch recht dunkleren Sound abgedriftet. Nun kommt Smith mit seiner zweiten Soloplatte ‚Contradictions‘ zurück, die ab heute zu kaufen ist. Die erste Single daraus heißt ‚Break Me Down‘ und vereint die Klänge der ersten beiden Maxïmo Park Alben mit der einprägsamen Stimme Smith‘. So gibt es Westerngitarren, Schlagzeug und den Sound, den Smith wohl seit der Weiterentwicklung seine Hauptband nicht mehr verfolgen konnte.

So klingt Smith auch nach 15 Jahren im Musikbusiness frisch und voller Tatendrang wie eh und je.

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Die neue Disco-Queen der Briten – Jess Glynne

Mittlerweile hat sie einen kleinen Haufen erfolgreicher Hits zustande bekommen. So stehen aktuell vier Nummer-Eins-Hits und zwei Top-10-Hits auf ihrer Liste.
Das alles auch noch in nur einem Jahr. Nun kommt die nächste Single  auf den britischen Markt – diesesmal wieder als Solo-Künstlerin.
Mit ‚Don’t Be So Hard On Yourself‘ – formt Glynne sich mehr und mehr zur Disco-Queen der Briten. So weisen alle ihre Songs einen pumpenden Beat und diverse Kollaborationen aus der EDM-Szene auf.

‚Don’t Be So Hard On Yourself‘ hat zwar einen deutlich ernsteren Text, doch schafft es Glynne gleichzeitig gesanglich als auch musikalisch einen euphorischen und positiven Sound zu kreieren.
So bleibt am Ende ein wunderbar und gut gelaunter Song der einmal mehr Jess Glynne als aktuelle Hitgarantin präsentiert.

MSMR werden kriminell

Ein wenig mystisch, stark im Gesang und nicht immer von den 80er Jahren musikalisch weit entfernt, präsentieren sich MSMR. Das New Yorker Duo vereint Exzentrik sowie Zurückhaltung in ihrer Musik. Nun sind sie mit ihrem zweiten Album ‚How Does It Feel‘ zurück und veröffentlichen mit ‚Criminals‘ die zweite Single daraus.
Einmal mehr besticht der Sound von ‚Criminals‘ durch Lizzy Plapingers Stimme und Art zu singen. Klingt es doch flehend und sehnsüchtig zugleich. Währenddessen kreiert Max Hershenow einen Klangteppich der seine Wurzeln nicht nur in den 80er Jahren findet, sondern auch eine epische Klangfarbe aufweist. Mit Hall, Schlagzeug und großen Gesten gibt ‚Criminals‘ die Beständigkeit MSMR’s wieder.

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