Jarryd James Neue hat noch mehr Groove

Vor einigen Monaten war Jarryd James mit dem Song ‚Do You Remember‘ am Horizont erschienen. Nun, nach dem eher langsamen ‚Do You Remember‘, dass bis auf Platz eins der australischen Charts stieg, beschleunigt James nun mit ‚Give Me Something‘ und lässt eine groovige Soul-Nummer auf uns los. Die Mischung aus eingängigen Rhythmen und James hoher Stimme passt wunderbar zum elektronischem Kleid des Songs. Zur Zeit tourt James in Nordamerika, doch im September wird er für drei Konzerte auch nach Deutschland kommen. Bis dahin wird der vor drei Wochen veröffentlichte Track ‚Give Me Something‘ wohl noch so einige Male aus den Lautsprechern ertönen. Wie James im Song wunderbar singt: „Can I get a lil bit of your attention..“. Natürlich!

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MELT! 2015 – Das Chamäleon-Wochenende Tag 3

Nun, einen Tag verzögert, gibt es die volle Ladung MELT! Festival 2015 mit den meisten Künstlern und einem Sonntag, der sich mit jedem Act selbst übertraf.
Geprägt von einem heißen Freitag und einem unwetterartigen Samstag ging der Sonntag – und damit der Abschlusstag – fast baden. Hatte es doch ab 17 Uhr anhaltend geregnet und machte für die folgenden drei Stunden nur bedingt der Sonne Platz. So begann dann auch der dritte Tag des MELT! Festivals mit durchnässten Stoffschuhen, die den ganzen Abend lang für kühle Füße sorgten. Was bei so manchem Act auch gar nicht mal so unpraktisch erschien.

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Ging es doch gleich zu Beginn mit dem Multitalent Erlend Øye & The Rainbows los. Wem Øye kein Begriff ist, dem sei mit Bands wie Kings Of Convenience oder The Whitest Boy Alive weitergeholfen. War er hier doch Bandmitglied. Aber auch auf Songs wie ‚Poor Leno‘ von Röyksopp konnte man die Stimme des Weltenbummlers hören. Dass Øye nach Wohnorten wie Bergen, Manchester und Berlin die verschiedenen Musikgenres einfach vermischen musste, war spätestens nach seinem zweiten Soloalbum klar. So ist Øye’s Musik geprägt von Indie, Elektro, Rock und Folk.
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MELT! 2015 Das Chamäleon-Wochenende Tag 2

Tag zwei begann mit einem Paukenschlag! Hatte man sich, wie jedes Jahr am Festivalsamstag um die Mittagszeit, auf den Weg an den See gemacht. Gab es dieses Jahr einen eher ungebetenen Gast. Denn war man kaum im Wasser des Sees zum Abkühlen gelangt, hörte man es aus Westen bereits dumpf und tief grummeln. Dies waren nicht etwa schon die ersten Bands, sondern vielmehr eine ausgeprägte Gewitterfront, die eine Wasserwand mit 2/3 Zentimeter dicken Hagelkörnern und Sturm mit sich brachte. So ging es direkt aus dem See ins Auto zurück, mit dem es dann – mangels Sichtweiten – auch erst einmal nicht mehr weiterging. Mit nachlassen des Gewitters machten wir uns dann auf durch Gräfenhainichen, vorbei an bis zu 20 Meter hohen, auf Häuserdächern liegenden Bäumen, die nichts Gutes, in Bezug auf den Zeltplatz, ahnen ließen. Doch unerwartet klar wurde schnell, dass nur zwei Kilometer weiter zwar ordentlich Wasser und Hagel herunterkam aber wohl kein Lüftchen wehte. Anders war es nicht zu erklären, dass kein Zelt weggerissen wurde. Und so ging es nach kurzer Beseitigung der Wasserschäden auf zum Festivalgelände und in den zweiten Festivalabend.

MELT! Festival 2015

MELT! Festival 2015

AnnenMayKantereit @MELT! Festival 2015

AnnenMayKantereit @MELT! Festival 2015

Dieser begann im Intro Zelt mit einem der Überflieger 2015 – AnnenMayKantereit. Das sind Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit. May ist auch Sänger und Kopf der Band.
So kamen die drei Jungs plus Unterstützung auf die Bühne und ließen May’s Stimme soviel Platz wie sie benötigte. Dabei war verblüffend, wie ähnlich sie sich im Vergleich zu den Studioaufnahmen anhörte. So kamen Songs wie ‚Jeden Morgen‘, ‚Bitte Bleib‘ und ‚Es Geht Mir Gut‘, die eher unbekannter waren, zum Zuge als auch eine Coverversion des 1976 veröffentlichten Songs ‚Sunny‘ von Boney M. Selten hörte sich diese Disconummer so soulig an. Es folgte mit ‚Länger Bleiben‘ eine ungewohnt beatlastige Nummer die zum Tanzen anregte. Natürlich kam das Intro Zelt dieser Aufforderung nach und stieg mit ein. Mit ‚Wohin Du Gehst‘ folgte ein sozialkritischer Song der jedoch bei weitem nicht danach klang.
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MELT! 2015 Das Chamäleon-Wochenende Tag 1

Nachdem es 2014 mit schweißtreibenden 35°C durch das Festivalwochenende ging, kündigten sich bereits in den Tagen vor dem MELT! Festival 2015 ähnliche Temperaturen an. So war ein wunderbar hochsommerliches Wochenende mit Künstlern aus aller Welt sicher – dachte man. Doch, dass die kommenden drei Festivaltage so viel mehr und so viel Unerwartetes zu Tage bringen würden, hatte wohl keiner vermutet – so wurde man schnell zum Festivalchamäleon. Doch der Reihe nach, heute starten wir mit dem ersten Festivaltag.

MELT! Festival 2015

MELT! Festival 2015

Nun, da Anreise und Aufbau des Zeltes erledigt waren, ging es am frühen Abend hinein, in die Stadt aus Eisen – Ferropolis. Hier wurde man bereits von Years & Years begrüßt, die auf der Geminin-Stage für einen rauschenden Empfang sorgten. Ist ihr Elektropop und die markante Stimme des Frontsängers Olly Alexander doch gerade allgegenwärtig. Überrascht konnte man dann auch auf Alexander’s Veränderung sein, ist er doch mittlerweile erblondet in einem übergroßen Muskelshirt auf der Bühne erschienen, wirkte er fast wie ein kleiner Junge auf eben dieser. Vielleicht ist das auch der Grund für ihren Erfolg – könnte Alexander doch der Nachbarsjunge von so vielen sein.

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Dead Sea – Interview (DE)

Heute könnt Ihr ein Interview mit Charles und Caro von Dead Sea lesen.
Dead Sea ist eine Phychedelic Rockband mit elektronischen Einflüssen aus Paris. In den letzten Monaten stand ich immer wieder im Kontakt mit Charles, der mir dieses Bild exklusiv für meinen Blog zur Verfügung gestellt hat. Habt viel Spaß beim Entdecken der Band. Wenn Euch der Beitrag gefällt liked und teilt dieses Interview auf allen Kanälen.

 

Dead Sea © Vincent Ducard

Dead Sea © Vincent Ducard

 

 

 

Soundtrack-Of-My-Life: In einem Interview habe ich gelesen, dass Ihr Dead Sea in Indonesien gegründet habt. Weshalb ward ihr in Indonesien und welchen Stellenwert hat Reisen für Euch?

Charles: Wir lieben es einfach zu Reisen, es ist der beste Weg den eigenen Horizont zu erweitern. Indonesien ist geradezu perfekt dafür. Wir waren bereits einige Male dort, unsere Eltern leben sechs Monate im Jahr dort. Natürlich lieben wir es aber auch zu surfen, bei den Wellen ist das einfach ein Muss.

SOML: Charles, Alex, wer von Euch hatte die Idee eine Band zu gründen?

Charles: Eigentlich gar keiner so richtig. Wir waren vorher bereits in einer Band, doch hatten das Gefühl nicht mehr am Gleichen Strang zu ziehen. Nur ein paar Wochen später – auf einem Trip, mit Alex und Julien durch Indonesien – kamen wir an einer Bar vorbei, die von vielen Einheimischen besucht wurde. Dort spielten sie Livemusik die alle möglichen Stile hatte. So fragten wir kurzerhand ob wir auch etwas spielen dürften und endeten in einer 15 minütigen Improvisation. Dead Sea war geboren.

SOML: Ihr habt Caro durch eine Flyeraktion, mit der ihr eine Sängerin gesucht hattet, auf dem Paris International Festival For Psychedelic Music gefunden. Was verbindet ihr mit diesem Festival?

Charles: Wir stehen voll und ganz hinter der Idee dieses Festivals, da wir alle auch selbst Psychedelic Rock hören. Doch da wir es bisher noch nie zum Psychedelic Festival nach Austin, USA, geschafft haben. Als es dann nach Paris kam, waren wir total aus dem Häuschen.

Caro: Es bereichert die Pariser Musikszene ungemein und man kann Paris daher nur beglückwünschen.

SOML: In vielen Interviews gleichen sich die Fragen nach der Herkunft eures Bandnamen, Eurer Entstehung und der Zukunftsvision eurer Band. Welche Fragen würdet Ihr Euch selbst stellen um euch zu präsentieren?

Charles: „Warum das alles?“ Die Antwort darauf wäre dann, dass wir die beste Band der Welt werden wollen, zumindest was die Originalität und Authentizität angeht.

SOML: Charles und Alex, nochmal zurück zu Euch. In der Musikbranche gibt es immer wieder mal auch die Konstellation von Geschwistern in einer Band. Oasis oder Angus & Julia Stone als Beispiel. Wie geht ihr mit brüderlichen Streitgesprächen innerhalb der Band um und wie reagieren Caro und Julien darauf?

Charles: Alex und ich wuchsen zusammen auf und entdeckten Musik zur selben Zeit. Daher sind wir sehr miteinander verbunden. Wobei ich nicht denke, dass sich Julien und Caro ausgeschlossen fühlen. Wir sind eher eine Familie als nur Freunde die zusammen Musik machen.

Caro: Die beiden haben natürlich auch mal hier und da ihre kleinen heftigen Streitgespräche. Doch was ich darin eher sehe ist, dass zwei Menschen es hassen einander zu enttäuschen und erst dann zufrieden sind, wenn sich beide einigen konnten. Was zum Glück immer der Fall ist. Hinzukommt, dass Charles seit Jahren eng mit Julien befreundet ist und ich mich vom ersten Tag an gut aufgehoben und willkommen gefühlt habe. Zu sehen wie viel diese drei Jungs füreinander machen hat mich so fest an sie geschweißt.

SOML: Caro, wie lange dauerte Dein Aufenthalt auf der englischen Musikschule und wie kam es dazu dort zu studieren?

Caro: Ich machte bereits vorher lange Zeit Musik, hatte auch Klavier- und Gesangsunterricht und spielte auf der Musikschule in einer Rockband. Doch dann kam ich irgendwann an den Punkt, dass ich einfach raus musste, meine musikalischen Fähigkeiten auf ein neues Level heben wollte. Da kam für mich sofort England in den Kopf. Ich mochte eh schon als kleines Kind die englischen Geschichten und Filme. Die vier Jahre in Brighton haben meine Fokus enorm geschärft und meine Neugier und meinen Willen zur Musik auf eine neue Ebene gehoben.

SOML: Ihr seid momentan an dem Punkt einer Band, an der nur noch große Schritte folgen können. Wie reagierten eure Familien auf eure ersten Songs?

Charles: Ich würde nicht sagen, dass wir kurz davor stehen bekannt zu werden, doch sind wir glücklich so weit gekommen zu sein und freuen uns über alles was noch kommt.

Caro: Unsere Familien und Freunde waren positiv überrascht von der Musik Dead Sea’s, was mich allerdings eher überraschte war, was für Reaktionen unsere Musik bei Menschen auslöste von denen wir es nicht gedacht hätten. Wir hatten Leute die außerhalb unseres engen Freundes- und Familienkreises waren und eigentlich komplett andere Musik hörten, die uns zu den Songs gratulierten und uns sagten wie gut sie ihnen gefielen. Das war großartig.

SOML: ‚Rain‘ und ‚Keep It High‘ haben mich hier und da an Beach House erinnert, wie steht ihr zu Vergleichen mit anderen Bands? Ehrt Euch das oder distanziert ihr euch eher davon?

Charles: Es ist immer wieder toll mit Bands verglichen zu werden, die wir selber mögen, vor allem wenn sie selbst durch einen guten Musikgeschmack überzeugen können. Es ist natürlich auch wichtig Feedback von Anderen zu bekommen. Da wir, unsere Musik, ab einen bestimmten Punkt einfach nicht mehr objektiv genug beurteilen können um etwaige Mängel zu erkennen.

Caro: Ich liebe Beach House einfach, da kann ich einen Vergleich mit ihnen gar nicht schlimm finden. Auch wird oft London Grammar genannt, wenn man uns hört. Sie sind unglaublich talentiert und die Sängerin hat eine der schönsten Stimmen die ich je gehört habe. Wenn die Leute sagen, dass wir sie an jemanden erinnern ist das immer noch etwas anderes als wenn sie sagen würden „du hörst dich genauso an wie..“. Das würde uns nicht gefallen.

SOML: Dazu kam, dass ‚Tempest‘ eine Opulenz hat und so auch von Anthony Gonzales, als Filmmusik zu Oblivion produziert sein könnte. Wie entstehen solche Songs bei Euch?

Charles: Der Entstehungsprozess ist eigentlich immer gleich, wir beginnen mit Sound zu spielen, der uns gefällt. Meistens kommt er aus dem Synthesizer, von einem Beat oder einem Gitarrenspiel. Als nächstes bauen wir quasi den Song drum herum. Davon inspiriert verselbstständigt sich dieser Prozess dann. ‚Tempest‘ beispielsweise war in 10 Minuten fertig obwohl es, bis jetzt, unser komplexester Song ist.

SOML: Ihr werdet gerade von vielen „entdeckt“ und mit Blogposts und Interviews konfrontiert. Wie sehr verfolgt ihr das Treiben um euch und gab es auch schon amüsante Begebenheiten dadurch?

Charles: Da bin ich sehr akribisch. Ich behalte alles, was über uns berichtet wird. Ich denke mir einfach, dass es irgendwann mal ganz hilfreich sein könnte. Und klar, haben wir auch schon ganz schön abgedrehte Artikel über uns gelesen. Einer ist aber ganz besonders abgefahren: http://www.syffal.com/dead-sea-keep-it-high. Ich sprach etwas später mal mit dem Kerl und kann nur sagen, dass der Typ auch im wahren Leben so drauf ist.

Dead Sea Homepage

Dead Sea Homepage

SOML: Auf eurer Homepage und im Musikvideo zu ‚Keep It High‘ habt ihr viele geometrische Formen und Spiegelungen, was gefällt euch daran?

Charles: Das visuelle Auftreten Dead Sea’s würde ich schon als psychedelische Ästhetik beschreiben. Das passt einfach am besten zu uns. Für mich ist Dead Sea eine futuristisch, psychedelische Rockband. Die Formen sind eine Abbildung von geometrischen Mustern.

SOML: Welche Idee hat euch zum Video von ‚Keep It High‘ inspiriert?

Charles: Wir wollten etwas stark Visuelles machen aber hatten nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung. So saßen wir am Ende mit den abgefahrensten Ideen da und wollten davon so viele wie uns möglich war ins Video einarbeiten. Sebastien [Desmedt] hat sich dann, das was am besten davon passte herausgepickt und das Video gemacht.

SOML: In wie weit lasst ihr Erfahrungen, persönliche Gefühle oder auch das Tagesgeschehen in eure Musik einfließen?

Charles: Wir haben kein Interesse daran, das, was gerade in der Politik, im Sport oder den Nachrichten abläuft, in unsere Musik einfließen zu lassen. Bei uns dreht sich wirklich alles nur um die Musik, ums Surfen und um die Menschen die wir lieben. Es finden also keine aktuellen Geschehnisse den Weg in unsere Musik, im Gegenteil zu unseren Gefühlen im Allgemeinen. Die schaffen es sehr wohl in die Welt von Dead Sea.

Caro: Da stimme ich voll und ganz zu. Das heutige Tagesgeschehen ist so weit von der Welt rund um Dead Sea entfernt. So liegt unser Augenmerk voll und ganz auf den Emotionen anstatt zu thematisieren, wie man mit beiden Beinen im Leben steht. Zeitlose Musik eben.

SOML: Für das Musikvideo konntet Ihr den französischen Regisseur Sebastien Desmedt, der mit kineastischen Slow-motion Videos brilliert, für Euch gewinnen. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Charles: Es war so gut. Wir haben diese ganzen Erfahrungen, die wir mit Sebastien erlebt haben förmlich aufgesaugt. Sebastien hat schon fast autistische Züge und ist ein klarer Macher. So ist er ein Genie in seinem Fach. Wir haben uns irgendwann angefreundet und über die verschiedenen Projekte gesprochen, die wir noch machen wollen. So kam es zu dieser Zusammenarbeit.

SOML: Ist Dead Sea mittlerweile ein Fulltime Job oder arbeitet ihr alle noch nebenbei?

Charles: Du wirst es nicht glauben aber wir investieren immer noch mehr in die Band als wir von ihr erhalten. So ist es momentan noch nicht möglich ein Full-time Musiker zu sein. Jeden Morgen stehen wir ganz normal auf und gehen zur Arbeit. Es hilft aber immer wieder, das, was wir am Vorabend als Band geleistet haben nochmals zu hören um sich selbst die Frage des „Was mache ich hier überhaupt“ zu beantworten.

SOML: Wir haben im Vorfeld kurz über Auftritte außerhalb Frankreichs gesprochen. Wie sieht euer aktueller Terminkalender aus und welche Städte außerhalb Frankreichs stehen bei euch ganz oben auf der Liste?

Charles: Wir sitzen gerade daran, im Zusammenhang mit der Veröffentlichung unseres ersten Debütalbums, eine kleine Tour durch einige europäische Städte zu planen. Das wäre wohl Anfang 2016 und natürlich sind auf unserer Wunschliste Städte wie London, Lille, Berlin, Brüssel, Barcelona oder Amsterdam. Wir würden auch einfach gerne als Support für eine Band, die wir mögen, auf Tour gehen.

SOML: Werdet Ihr euer Debütalbum, unabhängig eines Plattenvertrages, trotzdem veröffentlichen oder gibt es einen Masterplan den ihr hier verfolgt?

Charles: Das müssen wir mal sehen. Wenn wir einen Plattenvertrag bekommen ist das super, wenn nicht, ist es aber auch ok. Wir machen eh alles selbst, so könnten wir es ohne richtigen Plattenvertrag weiterhin tun.

Caro: Und wenn wir weiterhin auf uns allein gestellt sind, gibt es auch keinen Druck von einem Dritten. Guck Dir nur die heutige Musikwelt an. Das ist schon erschreckend manchmal. So arbeiten wir dann wenigstens nicht für andere, sondern vollständig für uns und können stolz auf das sein, was wir erreichen.

SOML: Es gibt ja einige Bands und Künstler aus Frankreich, die gerade mit ihrer Musik international sehr erfolgreich sind. Welche französischen Bands würde jeder einzelne von euch empfehlen, wenn ihr den neuen französischen Sound erklären müsstet?

Charles: Die französische Musik ist nicht wirklich unseres. Doch ein paar Bands gibt es da schon, wie Isaac Dellusion, Venera4 oder Agua Roja

Caro: Daneben mögen wir aber auch den etwas älteren Stoff wie von Air, Phoenix, Daft Punk und M83. Es war für mich sehr hilfreich mit dieser Musik aufzuwachsen. Schaut Euch nur an was für einen großen Einfluss diese Bands gerade jetzt in der Musikwelt haben.

SOML: Um so richtig im Club abzugehen, welcher Song muss dafür laufen? Und welchen Song bringt euch wieder runter?

Charles: Wir gehen nicht wirklich in Clubs. Wir bleiben stattdessen lieber zu Hause und arbeiten an unserer Musik oder treffen uns mit Freunden. Unser Nachtleben beschränkt sich also komplett auf unsere eigenen Auftritte, die wir in Clubs haben.

SOML: Eine letzte Frage zu The Horror. Woher kommt die Liebe zu den Briten?

Charles: Oh… das ist eine gute Frage! Es stimmt, dass wir The Horrors in vielen Interviews erwähnen. Was wohl daran liegt, dass sie gerade eine der besten Bands auf der Welt sind. Wir fühlen uns der Band sehr verbunden. Immerhin spielen sie ähnliche wie wir Rock Musik mit unglaublich vielen Instrumenten und Techniken. Ich glaube wir würden den besten Moment unseres Lebens haben, sollten wir ihnen einmal begegnen.

Dead Sea – Interview (EN)

Today you can find an interview I did with
Charles and Caro of Parisian Band Dead Sea.
Their music can be discribed as phychedelic rock
with some good electronical influences.
Also you can find some songs and links to their Homepage.
Here you can also find a picture exclusive for my blog.
Have fun with reading and don’t hustle to share or like this interview!

Dead Sea © Vincent Ducard

Dead Sea © Vincent Ducard

 

Soundtrack-Of-My-Life: I’ve read an interview that Dead Sea was founded in Indonesia. What was the reason for staying in Indonesia and how important is travelling for you?

Charles: We like to travel a lot because it is the best way to open up your mind, and Indonesia is perfect for this, it’s another world. We’ve been there a handful of times with Alex as our parents live there half of the year. We go there to surf as well ! The waves are beautiful.

SOML: Charles, Alex who came first out with the idea to start a band?

Charles: We didn’t really plan on starting a project together. Alex and I had just left another band as we felt like we were done with it. A few weeks later, on a trip in Indonesia with Julien and Alex, we happened to walk pass a bar where locals played all kinds of music. We thought it would be great to swoop in, we asked to go on stage and ended up playing a 15 minutes impro that later became Dead Sea’s first tune.

SOML: Caro has joined the band after a newsletter promotion of you guys at the Paris International Festival For Psychedelic Music where you were searching a singer for your band. What are you associating with that Festival apart from the fact that The Horror is playing this year.

Charles: We support a 100% the idea of a psychedelic rock festival in Paris. We all listen to a lot a psychedelic rock but we can’t really afford plane tickets to Austin so if the festival comes to us it’s even better!

Caro: It enriches Paris’ music scene so it’s a project that can be saluted.

SOML: In many interviews with you I’ve read the same questions about the origin of your band name, the origin of your whole band story and where do you see the band in a couple of years. What question would you like to ask to promote your band?

Charles: “What’s the point of all of this?” And the answer is: to become one of the best bands in the world, in terms of originality and authenticity.

SOML: Back to you Charles and Alex. There are several siblings in the music industry like the Gallaghers or Angus & Julia Stone who had or still making music together. How do you deal with fraternal debates within the band and how react Caro and Julien to that?

Charles: We grew up together and started understanding music at the same time so we ‘re obviously very connected. But I don’t think Caro and Julien ever feel excluded, the four of us are a family, not only friends playing together.

Caro: They do have some passionate discords at times, but what I see is two people that hate to disappoint each other and can’t go forward without a total agreement, which luckily always comes. Julien has been Charles’ best friend for years and I instantly felt like I was part of the family as soon as I met them. Knowing how much those three guys meant for each other forced me into this affectionate bubble.

SOML: Caro how long did you stay at the English school of music and how it came to study there?

Caro: I had been playing music for many years, taking piano & singing lessons, playing in my music school rock band, when at some point I felt like I needed to go away from where I grew up and I wanted to take my music practise to the next level. I naturally thought of England, as I’ve always liked english music, books and movies as a child. I found this school, BIMM, and quickly ended up surrounded by musicians. The four years I spent in Brighton shaped my life, my way of thinking and deeply encouraged my curiosity and will towards music.

SOML: You’re currently at a point where your band is shortly before raising fame. Let us talk about how your family mates react after listening to the first songs of Dead Sea.

Charles: I wouldn’t say that we are shortly before raising fame. We’re very happy with what we’ve managed to create so far, but we have a long way to go still.

Caro: Our friends and families have all been positively surprised by Dead Sea, but what I like as well is to have good reactions from people I wasn’t expecting to be touched by our music. Outside from the close family & friends circle, I’ve heard people that usually listen to completely different styles of music congratulate us. That is great.

SOML: ‚Rain‘ and ‚Keep It High‘ reminds me a lil bit to the band Beach House. How do you feel about comparisons with other bands? Honor or do you like to distance yourself from that?

Charles: It’s always nice to be compared to bands you love, especially when it comes from people who listen to good music. And it’s important to get feedbacks in general, as we lack of objectivity regarding our own creations.

Caro: I absolutely love Beach House so I have no problem with that comparison. Another one that often comes: London Grammar. But it’s the same, they are very talented people, that girl has one of the most beautiful voices I’ve ever heard so I’m happy. Then again, people say “you remind me of” which is good, if they were to say “you sound exactly like” we would most probably be upset.

SOML: Adding to this ‚Tempest‘ opulence is like Anthony Gonzalez is creating a track for the soundtrack of Oblivion. How do you create songs like that?

Charles: The creation process is always the same: we start with a sound we like, it can come from a synthesizer, a beat or a guitar riff. Then we build the song around. For Tempest, it was the metallic layer that comes at the beginning of the song. Then it’s all about inspiration. Tempest was created in 10 minutes, or though it’s our most complex song.

SOML:  Currently you will just discovered by many and faced with blog posts and interviews. How much you following the buzz around you and was there even some amusing stuff you’ve read about Dead Sea?

Charles: I meticulously keep everything that comes out about us, I figure it might be useful one day. And yes there was some funny stuff, notably one article where the guy literally went nuts:
http://www.syffal.com/dead-sea-keep-it-high. I spoke to him and he’s the same in real life.

Dead Sea Homepage

Dead Sea Homepage

SOML: Your Homepage and parts of the music clip to ‚Keep It High‘ includes geometric shapes and reflections. Why choosing that?

Charles: Dead Sea’s visuals often fit into a psychedelic aesthetic as it’s what defines us the most. For me Dead Sea is a futuristic psychedelic rock band. The geometric shapes on our website are declinations of fractals.

SOML: What did inspire you to create a video clip like ‚Keep It High‘?

Charles: We just wanted to do something heavy visually, but we had limited resources so we ended up doing a list of weird ideas and special effects, and we shot as much as we could. Then Sebastien made a selection and kept what worked best.

SOML: In how far you let experiences, personal feelings or current events in your music incorporate?

Charles: We are not interested in what happens around us regarding politics, sports, news etc. Our only interest lays in music, surf and people we love. So current events no, but personal feelings yes.

Caro: I agree, I’d say that current events are too down to earth to be part of Dead Sea’s music. We all apprehend our music as a way to escape reality and to dig to the core of emotions, instead of staying at the surface. Timeless emotions.

SOML: The French director Sebastien Desmedt whose work is filled with cineastic slow motion clips, was creating the clip to ‚Keep It High‘. How did the collaboration go?

Charles: It was great, we loved the experience. Sebastien is a slightly autistic self made man and he’s a genius in what he does. He has become a friend and we’ve actually been talking about a new project together recently.

SOML: Is Dead Sea now a full-time job or are all of you still going to work?

Charles: We would be thrilled but we’re still spending more that what we earn so it’s not possible to be full time musicians yet. Every morning we go to work listening to what we did the night before and it’s what help us going on.

SOML:  We have spoken briefly in advance about performances outside France. What is your current schedule and which cities outside France are with you at the top of the list?

Charles: We are thinking of planning a mini tour for the release of our first album, early 2016. There are a lot of places where we’d like to play: Lille, London, Berlin, Bruxelles, Amsterdam, Barcelona… Ideally we would like to follow a band we like as a support act in Europe.

SOML: What are the plans about your very first record? Are you planning to release an album regardless of getting a major deal? Or are you following a special idea with releasing your record?

Charles: We’ll see. If we get signed cool but if not we’ll be okay. We’ve always done everything by ourselves so we can carry on doing it.

Caro: And if we’re alone there’s no pressure coming from a third person. I mean when you look at the music business nowadays it’s kind of frightening. At least on our own we don’t owe anything to anyone, we just owe it to ourselves to be true and do something we can be proud of.

SOML: There are a lot of really great and successful tracks coming from France currently. Imagine you should discribe the „new French sound“ with recommending bands and artist which would you take?

Charles: We are not big fans of french music in general but there’s a few projects we like: Isaac Dellusion, Venera4, Agua Roja.

Caro: Apart from that, we do like ‘old school’ french bands like Air, Phoenix, Daft Punk, M83 and all that lot. It’s great chance to grow up with smart music like that, they have a big impact on the music that is made currently.

SOML: Guess your also going out and celebrating your time in clubs what song do you prefer to dance like no other is there and what song calms you down?

Charles: We don’t go out much. We’d rather stay home to work on the music or see friends in small groups. Our nights out consist exclusively in going to gigs.

SOML: One last question. What about you love to the British band The Horrors?

Charles: Good question! It’s true that the Horrors come up a lot in our interviews. I think it’s mainly because they are one of the 10 best bands in the world at the moment, and because it’s one of the bands we feel the closest to, because they play rock music with a lot of machines too. We would have the time of our lives if we could tour with them.

I’ll hope you enjoyed to discover a new band. Here are some more tracks to listen to

 

 

 

Einmal in die Galaxy und zurück – Some Minds von Flume

Gerade einmal 23 Jahrealt, hat Harley Edward Streten alias Flume es geschafft als DJ weltweit anerkannt zu sein. Dies kommt nicht von ungefähr. Hat er doch mit seinem Sound, der irgendwo zwischen Trip Hop und Deep House steckt, eine Nische gefunden um sowohl in den angesagtesten Clubs der Welt, als auch auf Hausparty’s gespielt zu werden. Dabei fing alles ganz klein an.
Schon früh entdeckte Flume, durch eine, in einer Cornflakes-Packung, beigelegten CD mit der man Musik mischen konnte, seine Liebe zur elektronischen Musik. So waren schnell zwei Tracks produziert und Flume nahm an Musikwettbewerben teil. Es brauchte nicht lange und der Australier wurde entdeckt und unterschrieb mit gerade einmal zwanzig Jahren einen Plattenvertrag.
Nach Songs wie ‚Holding On‘ und ‚Drop The Game‘ und dem Debütalbum ‚Flume‘ stehen nun auch international alle Türen offen.

Mit der nun veröffentlichten Single ‚Some Minds‘ arbeitete Flume mit der Stimme vom schwedischen Musikprojekt Miike Snow, Andrew Wyatt, zusammen. Wyatt selbst ist, neben Miike Snow, auch als Produzent und Songschreiber tätig und produzierte bereits Songs für Bruno Mars, Mark Ronson und Carl Barat.

Diese beiden Masterminds verschmelzen auf ‚Some Minds‘ so gut miteinander, dass der Song eine wahre Explosion darstellt. Fängt ‚Some Minds‘ noch mit einem zurückhaltenden Beat und einem sanften Gesang Wyatts an, steigert sich dieser schnell zur Kopfstimme und lässt Flume’s Beat nach knapp drei Minuten dermaßen aufgehen, dass man sich in einer Zeitkapsel ins Jahr 2100 katapultiert fühlt. Dieser Song macht Spaß auf einer Party oder zu Hause – Hauptsache auf einer guten Anlage.

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Noch immer kein Album, dafür eine neue Single – Duke Dumont

Nach Hits wie ‚Need You (100%)‘, ‚I Got You‘ und ‚Won’t Look Back‘ hätte man eigentlich angenommen, dass ein Album folgen würde. Weit gefehlt. Doch mit ‚The Giver (Reprise)‘ veröffentlicht der Brite Duke Dumont nun einen Song in einer radiotauglichen Länge neu, der bereits vor drei Jahren als B-Seite erschienen war.

Dies verwundert insofern weil nach der Grammy-Nominierung 2015 als ‚Best Dance Recording‘ eher etwas Neues erwartet wurde.

Doch auch wenn ‚The Giver (Reprise)‘ kein neues Material darstellt, bleibt der Song in Duke Dumont Manier ein typischer Deep House Song der mit Dunkeln Beats und fesselnder Stimme direkt in die Clubs wandert.

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Biste Mode hauen MIA. raus

Mit Singles wie ‚Queen‘ und ‚Lauffeuer‘ haben sich MIA. zuletzt eher ins Abseits geschossen. Fehlte doch die Innovation, die einst zu dieser Band gehörte. Seit nunmehr drei Alben hat sich an ihrem Sound, betrachtet man sich ausschließlich die Singleveröffentlichungen, nur noch sehr wenig verändert? Ob ‚Mein Freund‘, ‚Fallschirm‘, ‚Lauffeuer‘ oder eben ‚Queen‘, wenn Songs nicht mehr von den jeweiligen Alben zu unterscheiden sind, wird zwangsläufig auch eine Übersättigung dieses Sound stattfinden. Eine Weile kann dieses Schema gut gehen, doch anhand der letzten beiden Singles könnte man beobachten, dass die Relevanz der Band MIA. Zu sinken scheint.

Und dann ist da der Song ‚Biste Mode‘ der seit langem alles von MIA. über den Haufen wirft. ‚Biste Mode‘ ist kein Elektropop-Song, er ist auch kein Protestsong. ‚Biste Mode‘ ist eine ungewöhnlich entspannte Pop-Nummer die gänzlich auf elektronische Unterstützung verzichtet. Stattdessen hört man Gitarren und eine berlinernde Mieze. So sympathisch MIA. seit jeher waren, steigert ‚Biste Mode‘ den Sympatiefaktor nun ins unermessliche. Gleichzeitig trauen sich MIA. endlich an etwas Neues, das gleichzeitig auch an etwas Altes – wie an das erste Album ‚Hieb & Stichfest‘ – erinnert. L

Wie Mieze im Song selbst singt „Machste mit biste Mode, machstet nich hast’n Stich“. Und so machen sie nicht mehr mit und sagen selbst was Mode ist.

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Noch mehr aus Australien – Rüfüs kündigen zweites Album an

Nachdem Tyrone Lindqvist, Jon George und James Hunt von Rüfüs im letzten Winter in Berlin an ihrem zweiten Album gearbeitet hatten und einige Male in Berlin auf den Bühnen, wie vom First We Take Berlin und Berlin Festival zu sehen waren, haben sie nun die erste Single ihres kommenden Albums veröffentlicht.

‚You We’re Right‘ ist einmal mehr eine große House/Pop-Nummer. Lindqvist’s spezielle Art zu singen, gibt dem Song den typischen Rüfüs Sound, der irgendwo zwischen Sehnsucht und sphärischem Dance changiert. Gleichzeitig ist der tiefe und dunkle Beat ein weiteres Mal stilprägend.

Wer die Chance haben sollte, sich die Jungs einmal live anzusehen, sollte diese nutzen. Klingen Rüfüs live doch noch besser und passen mit ihrem Sound in die großen Hallen.

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