Einfach BOY – Einfach GROß

Zürich und Hamburg sind zwei grundverschiedene Städte. Doch eint sie eines – drei Buchstaben. BOY. Das ist die aus Zürich kommende Valeska Steiner und die Hamburgerin Sonja Glass. Im Herbst 2011 hatten sie mit ihrem Album ‚Mutual Friends‘ und der Single ‚Little Numbers‘ für Furore gesorgt. Seitdem ist viel passiert. Neben eines erfolgreichen Debütalbums und weltweit ausverkauften Konzerten hatten sie es mit ‚Little Numbers‘ sogar in die Japanischen Top5 geschafft. Zudem lief ‚Little Numbers‘ in einem europaweiten Werbespot der Lufthansa.
Dann wurde es lange drei Jahre still um die beiden. Doch seit Mai dieses Jahres gibt es Hoffnung auf ein baldiges zweites Album. Denn mit der ersten Single ‚We Were Here‘ kündigen BOY nun den gleichnamigen Nachfolger von ‚Mutual Friends‘ für Ende des Sommers an.
War der Sound von BOY von Beginn an sehr international und hatte immer wieder zu Vergleichen mit Feist geführt, ist die nun veröffentlichte Single ‚We Were Here‘ eine enorme Steigerung ihres Sounds. ‚We Were Here‘ klingt hier elektronischer aber auch sphärischer. So wabert ein dumpfes Nebelhorn im Rhythmus und lässt Steiners Stimme komplexer und präsenter klingen. Diese Veränderung ist nicht gravierend, doch macht sie deutlich, dass die Musik von BOY lebt und sich logisch weiterentwickeln musste. Dadurch ist jedweder Erfolg, den BOY bisher hatten nur zu begründet und stößt die Türen für noch mehr Aufmerksamkeit auf.

BOY - We Were Here

BOY – We Were Here

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Spiele Ping Pong mit Róisín Murphy

Ganze acht Jahre mussten sich die Fans von Moloko und Róisín Murphy auf ein neues Album gedulden. Dann endlich, Anfang 2015, kündigte die Irin mit der ersten Single ‚Exploitation‘ die Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums an. War das Debüt ‚Ruby Blue‘ sehr experimentell, lieferte Murphy mit dem zweiten Album ‚Overpowered‘ einige Hitsingles ab. ‚Hairless Toys‘ – ihr drittes Album bleibt zwar deutlich dem Elektronischen treu, doch ist auch hier wieder eine starke Spielfreude und Neugier Murphy’s heraus zu hören. So wird nach der minimalistischen Single ‚Exploitation‘ als zweite Single die positive und ungemein tanzbare Nummer ‚Evil Eyes‘ veröffentlicht. ‚Evil Eyes‘ hat nicht nur einen einprägsamen Gesang Murphy’s vorzuweisen, sonder besticht darüber hinaus mit psychodelischen Klangelementen. Dies ist ein griffiger Hit für Murphy, auf den die Fans lange warten mussten. Oben drauf gibt es im Video Clip eine verrückte Murphy der 80er Jahre zu sehen. Ein Genie bleibt eben nicht ohne Grund ein Genie.

Many Things haben den Anspruch groß zu werden – wenn sie es nicht schon sind

Bereits vor einigen Wochen hatte ich die Gelegenheit ein Konzert von Many Things zu genießen. Neben ihrer einzigartigen Bühnenpräsenz bieten die drei Londoner eine unglaubliche Klangwelt die episch, treibend, positiv und stark ist. Schon beim letztmalig vorgestellten Song ‚Holy Fire‘ wurde klar, dass mit Macks Faulkrons Stimme – der Vergleich zu David Bowie liegt nahe – noch Vieles möglich ist. Nun kommt mit der neuen Single ‚Burn Together‘ eine Weiterentwicklung raus, die nach noch größeren greift. Das Klangbett erinnert ein wenig an Dario G’s ‚Sunchyme‘, wenngleich der Sound natürlich deutlich rockiger ist und das Schlagzeug von Michael Tomlinson bis ins unermessliche getriezt wird.
Ein aktuell heiß diskutiertes Thema – das des Auslebens der verschiedenen Lebensmodelle von Menschen – wird gleichzeitig im sehenswerten Musikvideo thematisiert. Somit ist ein weiterer, großer Schritt zu mehr Aufmerksamkeit gemacht. Nun fehlt wohl nicht mehr viel.

Many Things - Burn Together

Many Things – Burn Together

Von einem Komponisten überwältigt – De La Romance

De La Romance heißt das, noch, junge Projekt des französischen Komponisten Vincent Girault. Hat er unter anderem Werbeclips von Nike, Audi, Kinder, Ibis oder Nissan mit Musik untermalt, produziert Girault neuerdings auch eigene Songs. Unter dem Projektnamen De La Romance schreibt er große, überwältigende Housetracks die ein wenig an Chvrches erinnern aber doch um so viel mehr bestückt sind mit Liebe, Freude, Empfindungen und Momentaufnahmen. Der aktuelle Song ‚Don’t Look Back‘ liegt irgendwo zwischen dem hier und gibt einem das Gefühl alles erleben zu können und sich auf den Weg zwischen der Erde und den Sternen von nichts bremsen zu lassen. So hört man es auch aus dem Songtext zu ‚Don’t Look Back‘ heraus. Überwältigend sind auch die Bilder im dazugehörigen Musikvideo, das von dem französischen Regisseur Sebastien Desmedt produziert wurde und den, für ihn typisch, weichen aber intensiven Farben und Bildern mehr Macht verleiht. Also macht Euch bereit für eine Karussellfahrt voller Erlebnissen.

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Die 5. Platte kommt mit großen Schritten – Editors

Nach der Teaser-Single ‚No Harm‘ die den Fans als kostenloser Download zur Verfügung gestellt wurde kommt nun mit ‚Marching Orders‘ die erste offizielle Single des fünften Studioalbums heraus. Bereits im Oktober letzten Jahres hatten die Editors verkündet, dass alle Songs geschrieben seien und es ins Studio gehe. Nun, acht Monate späte, steht zwar noch kein Veröffentlichungstermin fest, doch ist mit der Single ‚Marching Order‘ die Richtung des Werkes vorgegeben.
Es geht wieder in eine ruhige und akustischere Richtung, denn mit sattem Schlagzeug, griffigen Gittarrenriffs und Synthesizerbegleitung wirkt ‚Marching Order‘ zwar epischer aber bei Weitem nicht mehr so dunkel wie noch Songs vom letzten Album ‚The Weight Of Your Love‘ es taten und entfernt sich damit noch einmal stark vom Sound des dunkelsten Albums ihrer bisherigen Karriere – ‚In This Light And On This Evening‘. Das, obwohl ‚Marching Order‘ natürlich keinesfalls als leichte Kost serviert wird. Denn erinnert der Song doch, nicht zuletzt durch den Chor und das Spiel mit den Synthesizern, an große Bands der 80er Jahre. So klingt der Song anflehend und gleichzeitig erhaben und steigert die Vorfreude auf das nahende fünfte Album.

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Thero remixt sich zu Ruhm und Ehre

Beim heutigen Song treffen zwei Künstler aufeinander, die sonst wenig miteinander in Berührung kommen. Jaymes Young ist ein amerikanischer Singer/Songwriter – angenehm im Auftreten und Wirken. So hat er doch, im Gegensatz zu manch anderen Newcomern, beruhigend bodenständige und tagesaktuelle Vorbilder wie Coldplay, Maroon5 oder Death Cab For Cutie.
Seit 2013 hat er zwei EP’s veröffentlicht und ist mit dem Song ‚I’ll Keep Loving You‘ sogar – im Duett mit der Britin Birdy – auf dem 2014er Album ‚Listen‘ von David Guetta vertreten.
Doch von seiner 2014er EP ‚Habits Of My Heart‘ sollte nicht das letzte Mal gesprochen worden sein. Hat sich doch der, in Florida lebende, US-Amerikanische DJ Thero, Young’s Song ‚I’ll Be Good‘ angenommen und aus dem, im Original recht ruhigen, Song eine Uptempo House-Nummer gemacht. So wurden Trommelschläge, Glocken, Rasseln und ein dumpfer Beat zum Song hinzugefügt und Young’s Gesang etwas beschleunigt. Herausgekommen ist ein angenehmer House/Pop-Song der perfekt in die aktuelle Musiklandschaft passt. Er vereint einen ruhigen Gesang mit einer entspannten elektronischen Produktion. Wunderbar um zu Träumen.

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DER Sommerhit kommt 2015 von M-22

Manchmal braucht es nichts weiter als einen Buchstaben, einen Bindestrich und zwei Zahlen um sich einen Namen zu machen. M-22 – das sind der Brite Matt James und der Deutsch- Niederänder Frank Sanders. Ist James bereits seit ein paar Jahren für das Label Ministry of Sound tätig, schreibt und produziert er auch Tracks für andere Künstler. Im Rahmen von Ministry of Sound legt er auch in den Clubs zwischen Ibiza und Blackpool auf. James und Sanders lernten sich vor zwei Jahren bei einer Zusammenarbeit in Kanada kennen und beschlossen weiter zusammen Musik zu machen. Zu diesem Zeitpunkt machte Sanders bereits Remixe für deutsche und internationale Künstler wie Frida Golds und Jason DeRulo. Zusammen haben sie sich nun entschieden ihre Musik nicht weiter nur an andere Künstler zu verkaufen, sondern bringen selber einen Song raus. Und so ist gleich der erste Song ein Volltreffer und beschert uns mit etwas Glück den Sommerhit 2015. Erinnert ‚Good To Be Loved‘ an Produktionen von Duke Dumont, Modjo oder Stardust macht sein Deep House Beat Lust auf warme Sommernächte. So ist ‚Good To Be Loved‘ eher ein guter Freund, der mit einem durch die Nacht zieht als der draufgängerische Fremde aus dem anderen Stadtteil. Und das beste daran ist, um so öfter man den Song hört, um so mehr bekommt man Lust auf ihn.

 

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Verrückt und unbändig – Olivia Anna Livki

Bei ihr fließt internationales Blut durch die Adern. Kommt Olivia Anna Livki’s Mutter aus Polen, ist ihr Vater Deutscher. Doch kennengelernt haben sich Livki’s Eltern in Jordanien. Hier kam sie auch zur Welt und zog, mit ihrer Mutter, als sie sechs Jahren alt war nach Deutschland. Im beschaulichen Baden-Wüttemberg wurde es Livki allerdings schnell zu eng und so zog sie nach Berlin um hier ein Studium abzuschließen und Musik zu machen.
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Kaind feat. Younotus – Erfrischend neu, und innovativ was da aus Berlin Neukölln kommt

Seine Plattenfirma schreibt; „…, dass der Song ‚Leuchtturm‘ und das dazugehörige Video perfekt das Berlin-Gefühl einfängt“. Doch was ist dieses oft beschriebene Berlin-Gefühl? So genau kann man das nicht ausmachen, liegt es doch im Auge des Betrachters, was er an dieser Stadt zu seinem Gefühl macht. Der in Berlin-Neukölln wohnende Produzent und Sänger Kaind allerdings hat sein Berlin-Gefühl in einen Deep-House-Track gepackt und erstaunliches ist dabei raus gekommen. So ist der Song ‚Leuchtturm‘ auf Deutsch gesungen, was einen allerdings beim ersten Hören gar nicht auffällt – wird man nicht direkt darauf aufmerksam gemacht. Hierbei ist der Gesang so sphärisch und fliessend gesungen, dass man sich kaum aktiv auf das Verstehen des Songtextes einlassen möchte.
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Die Superlative einer Supergroup – FFS a.k.a. Franz Ferdinand meets Sparks

Eine Supergroup ist eine Band die sich aus verschiedenen Mitgliedern bekannter Pop- und Rockbands zusammensetzt. Soweit die Begriffserklärung. Doch bei der heutigen Kombination müsste es Super-Supergroup heißen. Denn bei der Band FFS haben sich nicht nur einzelne Mitglieder, sondern gleich zwei ganze Bands zusammengeschlossen. Auf der einen Seite haben wir die amerikanische New-Wave-Rockband Sparks, die seit den siebziger Jahren Musik macht. Und auf der anderen Seite die Briten von Franz Ferdinand, die seit 15 Jahren zusammen auftreten und sich dem Indie-Rock verschrieben haben. Zusammen nehmen sie bereits seit einigen Jahren immer wieder Songs auf und haben nun beschlossen, diese groß herauszubringen. Groß, ist hierbei das Schlüsselwort. Denn sind die beiden Bands für sich alleine schon recht exzentrisch, überspannen sie in der FFS-Konstellation diesen Bogen bis ins unermessliche. Herausgekommen sind Songs wie ‚Call Girl‘ oder ‚ Johnny Delusional‘.
Beginnt der letztgenannte Song noch recht dunkel mit tiefen Stimmen und Pianobegleitung, verwandelt er sich kurz darauf in eine großartige Glamrocknummer der an Queen erinnert. In der Tat ist ‚Johnny Delusional‘ dem Song ‚Mama‘ von Queen in vielen Momenten sehr nah. Sicherlich nicht gleichzusetzen, doch Ähnlichkeiten lassen sich nicht überhören. Und so macht ‚Johnny Delusional‘ einfach nur Spaß und steigert die Lust auf das, nach der Band benannte, Debütalbum.

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