Gibt den Löffel nicht ab; Spoon

Mittlerweile seit 21 Jahren machen die Jungs von Spoon zusammen Musik. Nach dem Songtitel ‚Spoon‘ von der deutschen Band Can benannt, gehören sie heute zu den festen Größen der amerikanischen Indie-Rock-Szene. Was nicht zu letzt an Britt Daniels Stimme liegt. Ist so doch kratzig und jungenhaft. Im August ist ihr bereits achtes Album ‚They Want My Soul‘ rausgekommen und eine Single daraus heißt ‚Do You‘. Während es scheint als würde diese Single den Platz als „Der kleine Bruder“ von Songs wie die der Babyshambles oder der ersten beiden Alben von den Kooks einnehmen zu wollen, stellt man sich unweigerlich die Frage ob die Reihenfolge so richtig ist. Gibt es doch Spoon mindestens zehn Jahre länger und müsste man dann nicht vielleicht sagen, dass die Babyshambles und The Kooks die kleinen Brüder von Spoon sind?

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The Drums sind zurück!

Wer kennt ihn nicht, den schicken Indie-Stampfer ‚Let’s Go Surfing‘ den The Drums 2009 auf uns losgelassen hatten. Besaß er doch die Schnelligkeit und das rotzige Etwas, dass einen Indie-Hit ausmachte. Nur leider war dies, wenn man den moderat laufenden Song ‚Forever And Ever, Amen‘ einmal weglässt auch schon das Einzige, was von ihnen im Gedächtnis hängen geblieben ist. Auch Album Nummer zwei konnte daran nichts ändern. Auf dem nun herausgekommenen dritten Album wird einem dann aber klar, dass sie wohl nie das Ziel hatten der „Indie-Hit“ zu sein. Und so ist die aktuelle Single ‚Magic Mountain‘ auch ein phsychodelische, ja schon fast schwer zugängliche Produktion. Und doch vereint sie alles, was man von einem The Drums Song lieben gelernt hat – schnelle Gitarrenspiele und einer hysterische Stimme unterlegt von einem Retrosoundteppich.

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Tokio Hotel? Tokio Hotel!! Love Who Loves You Back

Ja, Ihr habt richtig gelesen. Heute stelle ich Euch die neue Single von Tokio Hotel vor. Gibt es von den Jungs so viele Fanseiten wie Hater-Seiten in Deutschland haben sie sich in den letzten Jahren doch musikalisch relativ zurückgezogen. Der Abstand hat ihnen gut getan. Ist doch die neue Single, nicht mal mehr im Ansatz, mit dem zu vergleichen, was die Band berühmt gemacht hat. Weg vom Gitarrenrock, hin zu mehr Melodien und rhythmischen Klängen, erinnert ‚Love Who Loves You Back‘ doch an Gypsy & The Cat und Empire Of The Sun, ja man könnte sogar sagen, dass Daft Punk mitgemischt hat. So sei Allen gesagt, die mit Tokio Hotel nie etwas anfangen konnten, macht die Musik laut vergesst, dass es die Deutschen Zwillinge aus Magdeburg sind und genießt einfach einen wunderbaren Sommersong im Herbst.

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Firekites mischen Explosions In The Sky und Polarkreis 18

Die aus Newcastle, Australien kommende Band Firekites ist eine DIY-Band, machen sie doch vom Texten, über das Produzieren und Einspielen alles auf ihren Platten selbst. 2008 kam ihr Debütalbum ‚The Bowery‘ raus und erntete sofort Unmengen an positiven Kritiken. Nun kommt, 6 Jahre später, das heißersehnte zweite Album und die gleichnamige erste Single ‚Closing Forever Sky’raus. Um ‚Closing Forever Sky‘ beschreiben zu können, lohnt es sich in das erste Polarkeis 18 Album oder den, größtenteils von Explosions In The Sky eingespielten, Soundtrack von Friday Night Lights reinzuhören. Sind doch die akustik Gitarren stark hervorgehoben und ist die Stimme von Jane Tyrell so zart und introvertiert-warm, wie eine Männerstimme, legt sie sich wunderbar unter das Klangbett der Instrumente. Passender hätte der Sydney Monring Herald dann den Song auch nicht beschreiben können; „Es klingt als würde man in einem Ozean voll leuchtendem Licht schwimmen“

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San Fermin: „Er ist wie eine Panickattacke verkleidet als Geburtstags-Party“

So beschreibt der Mastermind Ellis Ludwig-Leone den Song ‚Sonsick‘. Ludwig-Leone ist nicht nur Komponist und Songwriter, er ist auch der kreative Kopf der, aus New York kommenden, Band San Fermin. Er selber beschreibt dann auch die Musik der Band als Barock-Pop, ist doch die opulenz der Arrangements nicht gerade zurückhaltend. Da werden auf der Debütsingle ‚Sonsick‘ Trompeten, Schlagzeug und Bassgitarre, gemischt mit eine exzentrische Stimme, zusammengewürfelt.
Ist der Gesangspart hier noch von, der mittlerweile ausgeschiedenen und durch Charlene Kaye ersetzten, Rae Cassidy gesungen, passt die Stimme wohl wie keine Andere zu dem Thema. Denn auch inhaltlich weiß der Song zu überzeugen. Handelt ‚Sonsick‘ doch davon, dass ein Vater sich einen Sohn wünscht aber eine Tochter bekommt und mit sich ausmachen muss, sie als Tochter zu aktzeptieren. Durch die Textpassage „I’ll fall for you soon enough. I resolve to love.“ wird deutlich wie schwerwiegend dieses Problem für den Vater, die Tochter und die ganze Familie ist. Und gerade mit diesem Wissen um die Klänge und den Text des Songs versteht man die Aussage „Er ist wie eine Panickattacke verkleidet als Geburtstags-Party“ viel besser. Ein grandioser Song.

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Die magische Zola Jesus ist zurück

Zola Jesus ist eine Künstlerin die man nicht fassen kann. Hat sie doch mit ihrem Album ‚Conatus‘ 2011 die Kritiker überzeugen können und den Fans eine Figur geboten, die einem Engel glich. Nun kommt die amerikanische Sängern, die mit bürgerlichem Namen Nika Roza Danilova heißt mit einem neuen Album zurück – ‚Taiga‘ erscheint am 3. Oktober und beinhaltet die erste Auskopplung ‚Go (Blank Sea)‘. Hat doch der Song durch seine pumpenden satten Bässe und Zola Jesus‘ klarer Stimme einen Gegensatz erzeugt, der ihn so intensiv werden lässt. Jesus beschreibt ‚Go (Bank Sea)‘ als eine Mischung aus Sehnsucht und Isolation, die ein einzelner Mensch haben kann, obwohl er in einer Stadt mit mehreren Millionen Einwohnern lebt. Diese Anonymität kennt wohl jeder und gleichzeitig stößt man sie wieder weg. ‚Go (Blank Sea)‘ ist so ein tolles Stück Musik geworden, dass den Hörer kurzzeitig in eine andere Welt hebt.

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Judith Holofernes singt als stände sie am Anfang von Wir Sind Helden

Was hat Wir sind Helden nicht die deutsche Poplandschaft verändert. Immerhin haben sie in den zwölf Jahren ihres Bestehens den Pop neu definiert. War es doch den cleveren, gewieften, rotzigen und trotzigen Songs zu verdanken, dass sich sowohl der normale Musikhörer als auch die Feuilletons begeistert hingaben. Politische sowie Gesellschaftliche Themen wurden ebenso verarbeitet wie Zwischenmenschliche und Beziehungsrelevante. Doch mit den letzten beiden Alben wurde es stetig ruhiger um die Band um Judith Holofernes. Und so wurde nach dem vierten Album ‚Bring mich nach Hause‘, das mit seinem Sound dem aktuellen Klang deutscher Musik um Längen vorraus war, die Pausierung der Band auf unbestimmte Zeit verkündet.
Auf unbestimmte Zeit hieß bei Holofernes wohl, dass es jetzt mit ihrer Solokarriere losgehen kann. Denn hat sie keine zwei Jahre später doch ein Album abgeliefert, dass dem der ersten Stunde von Wir Sind Helden nahe kommt. Sind doch die Texte und die Arrangements so spritzig und frisch als würde man eine unbedarfte Sängerin vor sich haben. Im Song ‚Pechmarie‘ kann man erkennen, wie befreiend es für Holofernes sein muss, endlich wieder eine großen Portion Ironie in die Texte stecken zu können. So ist man fast geneigt sich zu freuen, dass Wir Sind Helden wurück sind, wenn es nicht eine Soloplatte wäre.

http://www.vevo.com/watch/judith-holofernes/pechmarie/DEQ321400091

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Das Drängen des Marcus Wiebusch’s

Marcus Wiebusch ist die Stimme von Kettcar. Wer Kettcar kennt, wird wissen, was es der Band bedeutet, eine Musik zu erschaffen die mit schweren Texten garniert werden. Diesen Anspruch hat auch Wiebusch auf seinem ersten Soloalbum. Mit dem Kurzfilm oder extralangem Musikvideo hat er ein Thema angsprochen, dass wie selten ein Anderes mit einem Tabu umgehen muss. Das Tabuthema der Homosexualität von Profifussballspielern. Dies macht er so eindringlich wie es sich in Deutschland wohl kein Anderer traut. Erreicht er doch mit der visuellen Ebene und der bedrohlichen Instrumentalisierung ein so hohes Level an Energie, Pathos und politischer Musik. Man wird wohl keinen Menschen dazu drängen können, doch gibt Wiebusch hier den Anstoß gleich in Doppeldeutigkeit an die Nation raus. Ein kleiner Tipp; guckt das Video von Anfang bis Ende.

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You + Me – Wenn man Pink nicht mehr als diese erkennt.

Es gibt Musiker, die man seit Jahren zu kennen meint. Deren Songs einen durch den Tag begleiten. Aber was passiert, wenn dieser Künstler auf einmal etwas unerwartetes macht? Er wird interessanter. Dies gilt auch für Pink. Kennen wir sie doch als Rock-Röhre und rotzfreche Frau. Nun aber hat sie mit Dallas Green, dem ehemaligen Sänger und Gitarristen von Alexisonfire, ein gänzlich anderes Album aufgenommen. Ist der erste Song ‚You & I‘ doch eine folkige Nummer die anleihen zum Country vorweist. Hierbei kommt Pink’s Stimme so stark zum tragen, wie wir es nur von ‚Dear Mr. President‘ vorher kannten. Dazu kommt die Stimme von Green, der dem ganzen die nötige Vielschichtigkeit verleiht. Hinzu kommen Gitarren und fertig ist ein fabelhafter Folksong. Auf das, im Oktober erscheinende und bereits vorbestellbare, Album darf man zu Recht gespannt sein.

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Lenny Kravitz will nochmal was reißen

Lenny Kravitz ist ein Urgestein in der Popmusik. Macht er doch nun schon seit mehr als 25 Jahren Musik und hat alle Höhen und Tiefen durchlebt. Auf seinem einstigen Höhepunkt, mit dem Album ‚5‘ gab es in den 2000ern eher moderaten Erfolg. Nun ist er mit seinem zehnten Studioalbum zurück und gibt uns gleich mal mit dem Song ‚The Chamber‘ die Richtung vor. Schöpft Kravitz doch hier aus einem musikalischem Potpourri aus den achtzigern, neunzigern und dem Hauch moderner Musik. Und so verwundert es auch nicht, dass man in ‚The Chamber‘ einen Hintergrundbeat erkennen mag, der an ‚Heart Of Glass‘ von Blondie erinnert. Es ist ein Song der frisch klingt, als würde Kravitz nochmal etwas reißen wollen. Dies gelingt im hier so leicht, dass man als Hörer fast schon erschreckend beschwingt durch den Song geht.

 

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